300
Pfizmaier.
Nach dem Zeiträume Schin-lung (705—706 n. Chr.) sang
das Volk:
Im Süden der Berge Raben und Aelstern,
Sie nisten in dem Norden der Berge.
Die goldenen Kameele!
In den Stiel der Sichel meisselt man kein Loch,
Für die Axt gebraucht man keinen Stiel.
Der Süden der Berge ist Thang. Wo Raben und Aelstern
nisten, sind die Wohnsitze der Menschen wenige. Der Norden
der Berge ist Hu. ,Goldene Kameele' bedeutet: Die Hiungnu’s
machen Beute und beladen schwer.
Die Kaisertochter von Ngan-lö baute in Lö-tscheu das
Kloster Ngan-lö. Die Knaben sangen das Lied:
Zu bedauern das Kloster Ngan-lö!
Schwebend hängen an den Bäumen die Häupter.
In dem Zeiträume King-lung (707—709) sang das Volk:
Die gelbe Kuh, das Kalb!
Die Halfter, an der man zieht, wird durchschnitten.
Mit beiden Füssen tritt man auf die Erde,
Der Hanf der Lederschuhe wird durchschnitten
Im Süden der Feste.
Der gelben Kuh, des Kalbes Leder! 1
Ferner hatte man das Lied fäT o-wei-lang ,das
Mädchen des Einschlages'.
Um dieselbe Zeit sang man auch:
Zu bedauern das Kloster Sching-schen f jj? rd|-)!
Man kleidet sich in ein grünes Wollkleid,
Man wird gezogen, kommt zu des Flusses Inn’rem, trinkt,
Man ertritt des Karpfen Kind.
Als Kaiser Hiuen-tsung sich in ( y -)- ) Lu-tscheu
befand, sangen die Knaben das Lied:
1 Ep Wei ,gegärbtes Leder 1 . Die Kaiserin von dem Gesclilechte
Wei tödtete am Ende des oben genannten Zeitraumes den Kaiser Tschnngtsung.