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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Pfizmaier.

Nach  dem  Zeiträume  Schin-lung  (705—706  n.  Chr.)  sang
das  Volk:
Im  Süden  der  Berge  Raben  und  Aelstern,
Sie  nisten  in  dem  Norden  der  Berge.
Die  goldenen  Kameele!
In  den  Stiel  der  Sichel  meisselt  man  kein  Loch,
Für  die  Axt  gebraucht  man  keinen  Stiel.
Der  Süden  der  Berge  ist  Thang.  Wo  Raben  und  Aelstern
nisten,  sind  die  Wohnsitze  der  Menschen  wenige.  Der  Norden
der  Berge  ist  Hu.  ,Goldene  Kameele'  bedeutet:  Die  Hiungnu’s
  machen  Beute  und  beladen  schwer.
Die  Kaisertochter  von  Ngan-lö  baute  in  Lö-tscheu  das
Kloster  Ngan-lö.  Die  Knaben  sangen  das  Lied:
Zu  bedauern  das  Kloster  Ngan-lö!
Schwebend  hängen  an  den  Bäumen  die  Häupter.
In  dem  Zeiträume  King-lung  (707—709)  sang  das  Volk:
Die  gelbe  Kuh,  das  Kalb!
Die  Halfter,  an  der  man  zieht,  wird  durchschnitten.
Mit  beiden  Füssen  tritt  man  auf  die  Erde,
Der  Hanf  der  Lederschuhe  wird  durchschnitten
Im  Süden  der  Feste.
Der  gelben  Kuh,  des  Kalbes  Leder!  1
Ferner  hatte  man  das  Lied  fäT  o-wei-lang  ,das
Mädchen  des  Einschlages'.
Um  dieselbe  Zeit  sang  man  auch:
Zu  bedauern  das  Kloster  Sching-schen  f  jj?  rd|-)!
Man  kleidet  sich  in  ein  grünes  Wollkleid,
Man  wird  gezogen,  kommt  zu  des  Flusses  Inn’rem,  trinkt,
Man  ertritt  des  Karpfen  Kind.
Als  Kaiser  Hiuen-tsung  sich  in  (  y  -)-  )  Lu-tscheu
befand,  sangen  die  Knaben  das  Lied:

1  Ep  Wei  ,gegärbtes  Leder 1 .  Die  Kaiserin  von  dem  Gesclilechte
Wei  tödtete  am  Ende  des  oben  genannten  Zeitraumes  den  Kaiser  Tschnngtsung.

            
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