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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Seltsamkeiten  und  Unglück  aus  den  Zeiten  der  Thang.  II.

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fielen  plündernd  ein,  worauf  er  es  nnterliess.  Um  diese  Zeit
sangen  die  Knaben  das  Lied:
Der  Berg  Sung  ist  mehrfach,
Man  scheut  nicht  das  Ersteigen,  man  kann  es  nicht;
Man  fürchtet  nur,  man  könne  ihn  nicht  ersteigen.
Dreimal  fordert  man  Waffen  und  Pferde,
Auf  den  Wegen  zur  Seite  tönt  Trommelschlag.
Gegen  das  Ende  des  Zeitraumes  Yung-hoei  (655  n.  Chr.)
sang  man  in  den  Strassen  nach  der  Musik:  Leder  der  Maulbeerzweige. ­
  Leder  der  Mädchenzeit.
In  dem  Zeiträume  Lung-sö  (661  —  663  n.  Chr.)  gaben  die
Zeitgenossen,  wenn  sie  Wein  tranken,  den  Befehl:  Sohn  und
Mutter  seien  von  einander  getrennt.  Die  zusammenhängenden
Erdstufen  werden  zerbrochen  und  fallen  um.
Im  gemeinen  Leben  bezeichnete  man  ,Becher  und  Schüssel 1
mit  ,Sohn  und  Mutter'.  Für,Schüssel'  allein  sagte  man  ,Erdstufe'.
Ferner  fand  sich  unter  den  Liedern  der  Strasse  das  Wort
fjffi  thü-kiue-yen  ,türkisches  Salz'.
Nach  dem  Zeiträume  Yung-tschün  (682  n.  Chr.)  sang
das  Volk:
Weidenbäume,  Weidenbäume!
Rings  Kameele  mit  Häuptern.
Nach  dem  Zeiträume  Tschui-kung  (685—688  n.  Chr.)
gab  es  in  der  östlichen  Hauptstadt  Lieder  des  Kindes  der
(fP  +  Jfr)  1  Khi-pi.  Es  waren  ausgelassene  und  üppige
Worte.  Khi-pi  war  der  kleine  Name  ^  ^  Tschang-yi’s.
Im  Anfänge  des  Zeitraumes  Jü-I  (692  n.  Chr.)  sang  man
in  den  Strassen:
Das  gelbe  Reh,  das  gelbe  Reh!
Es  birgt  sich  zwischen  den  Pflanzen.
Man  spannt  den  Bogen,  schiesst  dich  und  verletzt.
Später  wurde  König  Hiao-khie  in  dem  Thale  des  gelben
Rehes  ((pf  JHj[  hoang-tschang-kö)  geschlagen.

1  Khi-pi  ist  eine  der  fünfzehn  Abtheilungen  der  Türken.
            
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