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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

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Krall.

Tempel  schaffen,  mehrere  monolithe-  Kolosse  vor  dem  -Tempel
bezeugten  die  Dankbarkeit  des  Königs  für  den  Hauptgott  von
Memphis.  Von  Sethos,  dem  letzten  Könige  der  Reihe,  sah
Herodot  selbst  ein  Bild  mit  einer  Maus  in  der  Hand  in  dem
Tempel  des  Ptah.  So  liegt  die  Vermuthung  nahe,  dass  Herodot
die  einzelnen  Namen,  welche  er  in  den  Aufzeichnungen  vorfand, ­
  die  er  sich,  nach  den  Mittheilungen  seiner  Führer,  beim
Besuche  der  verschiedenen  Vorhöfe  des  Tempels  zu  Memphis
gemacht  hatte,  für  eine  historische  Aufeinanderfolge  hielt,  ein
Irrthum,  der  ihm  um  so  leichter  unterlaufen  konnte,  da  er  gar
keine  Hilfsmittel,  die  Schriften  des  Hecataeus  ausgenommen,  die
er  fleissig  benutzt  hat,  1  besass,  um  seine  Notizen  zu  berichtigen
und  vor  Missverständnissen  derselben  geschützt  zu  sein,  wenn
sein  Gedächtniss,  welches  sie  zu  ergänzen  bestimmt  war,  ihn
im  Stiche  liess.  In  einer  derartigen,  topographischen  und  nicht
historischen  Reihenfolge  ägyptischer  Pharaonen  lässt  sich  auch
die  Stelle,  welche  die  Pyramidenerbauer  einnehmen,  recht  wohl
erklären.  Von  den  westlichen  Theilen  des  Ptahtempels
—  auf  Rhampsinit,  den  Erbauer  der  westlichen  ffpowAaia,
folgen  Cheops,  Chephren  und  Mykerinos  —  schweifte  der  Blick
Herodots  und  seiner  Führer  über  die  Todtenstadt  von  Memphis ­
  bis  zu  den  gewaltigsten  Bauten  ägyptischer  Vorzeit  —
so  kommt  es,  dass  die  Pyramidenerbauer,  über  die  Herodot
bei  seinem  späteren  Besuche  der  Pyramiden  selbst  neue  Nachrichten ­
  einzuziehen  in  der  Lage  war,  nach  Rhampsinit  eingefügt ­
  sind.  Die  Künigsreihe  bei  Herodot  legt  sich  nach  den
bisherigen  Untersuchungen  also  auseinander:

Norden  (c.  101)

Süden  (c.  112)

Moeris
Sesostris
Pheron

Proteus

Westen  (c.  121)

Osten  (c.  136)

Rhampsinit
Cheops
Chephren
Mykerinos

Asychis
Anysis
Sebakon
Sethon

1  S.  oben  p.  237  A,  2.
            
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