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Krall.
wissen, wie ungemein abweichende Angaben über den Sarapis
in Umlauf waren. In diesen Zusammenhang gehört es, wenn
Manethos Genossen 1 Timotheus ,e gente Eumolpidarumf zu Liebe,
die Eumolpiden von den ägyptischen Priestern abgeleitet werden, 2
oder wenn in Uebereinstimmung mit Manetho 3 berichtet wird,
der Nil habe nach einem Könige des Landes den Namen
Aegyptus erhalten, oder dass Menschen lebendig geopfert
worden seien. 4 Unter den übrigen Ausführungen Diodors sei
besonders auf eine hingewiesen, da sie uns als neuer Beleg
für die Richtigkeit der Angaben der Diodor vorliegenden
Hauptquelle bemerkenswerth zu sein scheint. Wir haben hier
die Beobachtung im Auge, dass die Stadt Theben, die zu den
Zeiten der Thutmosiden und Ramessiden eine so grosse Rolle
in der ägyptischen Geschichte gespielt hatte, mit der Verlegung
des Schwerpunktes ägyptischer Geschichte nach dem
Norden und dem damit verbundenen neuen Aufschwünge von
Memphis allmälig zu sinken begann. 5 Vollständig stimmen
die Monumente damit überein. 6 Die Beobachtung ist aber
darum so wichtig, weil sie uns zeigt, dass die bekannte Stelle
Homers: 7
. . . oder was Tliebe
Hegt, Aegyptos Stadt, wo reich sind die Häuser an Schätzen:
Hundert hat sie der Thor’, und es zieh’n zweihundert aus jedem
Rüstige Männer zum Streit mit Rossen daher und Geschirren:
die, wie uns Diodor zeigt, 8 schon die alten mit ägyptischen
Einrichtungen bekannten Erklärer beschäftigte, als eine dunkle,
im Liede fortlebende Erinnerung an die Zeit der Ramessiden
1 Tacitus, Hist. IV, 83.
2 I, 29, 4.
3 Contra Apionem, I, 16 wird gesagt, dass Sethosis den Beinamen Aegyptus
erhielt. I, 19, 4 berichtet Diodor, der Nil habe nach einem Könige des
Landes den Beinamen Aegypten erhalten, unter welchem ihn Homer noch
kennt.
4 Manetlio bei Plutarcli, de Is. ac Osir. c. 73 (cf. die Aura, von Parthey
a. 1.) und Diodor 1, 88. von Bergmann, Hieroglyphische Inschriften,
erörtert in erwünschtester Weise diese Stelle.
5 I, 50, 6.
6 Maspero, Hist, ancienne, p. 335 f.
7 Ilias IX, 381 f.
8 1, 45, 6.