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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Manetho  und  Diodor.

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durch  den  Satz:  tpaai  Ss  ,tcvt£  0öou;  to : j?  T:psetpYjp.svou(;  icacav.
■rijv  oiy,oup,evY)v  gicncopeueuOai,  ©avTa^ojASvouc  toi?  avöpdntotg  Iv  leptov
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  in  welchem,  wie  wir  an  einer'  anderen  Stelle 1  ausgeführt ­
  haben,  der  Schlüssel  zu  einer  richtigen  Auffassung
ägyptischen  Götterglaubens  liegt.
An  diesem  Punkt  unserer  Erörterung  angelangt,  müssen
wir  nach  der  Quelle  fragen,  der  Diodor  seine  mythologischen
Ausführungen  entnommen  hat.  Hier  befinden  wir  uns  in  der
angenehmen  Lage,  nicht  lange  suchen  zu  müssen,  denn  ausdrücklich ­
  versichert  uns  Eusebius, 2  Diodor  habe  hier  Manethos
lepa  ßißXo?  ausgeschrieben.  Wenn  man  diese  Angabe  des
Eusebius  allein  für  sich  betrachtet,  so  mag  sich  freilich  der
Zweifel  an  ihrer  Richtigkeit  regen; 3  in  der  That  stehen  die
mythologischen  Ausführungen  mit  den  Vorstellungen,  die  man
sich  allgemein  von  den  manethonischen  Götterdynastien  gemacht ­
  hat,  in  so  grellem  Widerspruche,  dass  man  gleichsam
a  priori  geneigt  ist,  an  der  Wahrhaftigkeit  des  Kirchenvaters
zu  zweifeln.  Wenn  wir  uns  jedoch  an  unsere  bisherigen  Beobachtungen ­
  erinnern,  die  nachzuweisen  bemüht  waren,  Diodor
habe  Manetho  als  Hauptquelle  benützt,  so  werden  wir,  besonders
wenn  es  gelingt,  auch  die  scheinbaren  sachlichen  Widersprüche
aus  dem  Wege  zu  räumen,  keinen  Grund  haben,  an  der  Verlässlichkeit ­
  der  Angabe  des  Eusebius 1  zu  zweifeln,  sondern
dieselben  vielmehr  zu  einer  weiteren  Stütze  unserer  Aus-1

  T.  0.  42  f.
2  Pr.  Ev.  III,  2,  p.  88  A  Tpacpsi  8s  xai  srcpi  toutwv  jsXoctuiEpov  [aev  6  MaveOcog
(sic)  E7UTcTp](iivü)s  OE  6  Aio'owpo;  (sequitur  locus  Diodori  I,  11  sqq.).
3  Eusebius  sua  e  Diodoro,  Diodorus  ex  Hecataeo  qui  Manethonis  erat
aequalis.  Res  h.  1.  expositae  vereor  ne  magnam  partem  a  Manethone
alienae  fuerint.  Müller  F.  II.  Gr.  II,  p.  G15.
4  Als  Zeugen  dafür,  dass  diese  Stelle  anders  nicht  aufgefasst  werden  kann,
will  ich  die  Worte  von  Lepsius  anführen,  1.  1.  p.  215:  ,Diesem  Berichte
wird  von  Diodor  kein  besonderer  Gewährsmann  hinzugefügt.  Nach  der
angeführten  Stelle  des  Eusebius  aber  würde  man  zunächst  auch  bei
Diodor  an  Manethos  denken  müssen,  denn  offenbar  sind  die  angeführten
Schlussworte  des  Eusebius  dahin  zu  verstehen,  dass  Manetho  dieselben
Angaben  über  die  ägyptischen  Götter  ausführlich  gegeben  habe,  welche
Diodor  kürzer  gefasst  mittheilt‘.  Auf  die  sachlichen  Bedenken  kommen
wir  später  zurück.
            
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