Manetho und Diodor.
255
sprochen "ouc "EXXyjva; RgioiocgscOai tobe, ezccpavcGTixxu; v^pwac ts -/.ai
0so6g, sit 3’ axor/iag rag Trap’ sau-Giv. 1
An der Hand des gewonnenen Ergebnisses, dass nur ein
ägyptiseher Priester, der unter der Regierung der beiden ersten
Ptolemäer lebte, der Verfasser der Vorlage Diodors sein kann,
können wir an die Erörterung der Zahlenangaben Diodors
schreiten. An zwei Stellen seines ersten Buches zählt er, den
Angaben der ägyptischen Priester folgend, 2 bis auf den Zug
Alexander des Grossen nach Asien. Dass Diodor nicht bis
auf seine Zeit oder anders gefasst, dass seine Gewährsmänner
bis auf ein Ereigniss rechnen, welches den ägyptischen Chronologen
nicht einmal als Ausgangspunkt einer Aera galt, 3 wird
uns gar nicht auffallend erscheinen, wenn wir uns erinnern,
dass Manethos Werk mit dem Zuge Alexanders nach Asien
abbrach. Mit Recht hat Unger 4 hervorgehoben, dass die abweichenden
Berichte über den Schluss des Manethonischen
Geschichtswerkes dahin zu erklären sind, dass die Atyujrnanwc
auch die letzten Perserkönige Ochus, Arses und Darius III.
umfassten, während die Täp.oi bei Nectanebus abbrachen —
ein weiterer Beleg dafür, 5 dass die Top.oi und BißXot sich gar
nicht deckten.
Hieher gehört die Summe in I, 69, 9, welche nicht die
Nachlässigkeit, wie gewöhnlich angenommen wird, sondern vielmehr
die Genauigkeit Diodors in der Wiedergabe seiner Quellen
documentirt. Ueber 4700 Jahre, wird uns hier mitgetheilt, regierten
grösstentheils einheimische Könige über Aegypten; hiemit
scheint es in der That schlecht zu stimmen, wenn I, 44
1 I, 23, 8.
2 I, 26, 1 ol o 1 lepsin Tcjjv Atyu7CTtQ)v xov ypovov <xr.b x% TlXtou ßaaiXcfa?
CT’jXXoyt^b[j.£Voi [j-E/pt T7j 5 ’AXc'-avopou otaßaactoc £t<; ~7jv ’Aaiav cp aal v urapyEiv
stwv [laXiaxa oiaaupfcov zat xpiaviXbov. I, 23, 1 Etvai 0£ enj cpaalv a~b
X)a(pioo? zat ’lcrioo? eco? tt); ’AXE^avopou ßaaiXfifa? xou zxtaavxo; ev Afytaxto
xrjv £7ct6vup.ov auxou tcoXiv 7cXeho xwv fiuphov, d>s o 1 ?vioi ypaepouat, ßpayu Xeircovxa
xwv oicj[xup(a)v zai xptay^tXbov.
3 Eine Aera vom ersten Jahre Alexanders in Makedonien oder in Aegypten
gab es nicht; dagegen ist wohl eine Aera vom Tode Alexanders, oltzo
x% AX^avopoo xeXeuxtjc nachzuweisen. Lepsius in den Abh. der Berliner
Akademie, 1857, p. 189.
4 Chronologie des Manetho, p. 9.
5 M. G. p. 69.