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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Manetho  und  Diodor.

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sprochen  "ouc  "EXXyjva;  RgioiocgscOai  tobe,  ezccpavcGTixxu;  v^pwac  ts  -/.ai
0so6g,  sit  3’  axor/iag  rag  Trap’  sau-Giv.  1
An  der  Hand  des  gewonnenen  Ergebnisses,  dass  nur  ein
ägyptiseher  Priester,  der  unter  der  Regierung  der  beiden  ersten
Ptolemäer  lebte,  der  Verfasser  der  Vorlage  Diodors  sein  kann,
können  wir  an  die  Erörterung  der  Zahlenangaben  Diodors
schreiten.  An  zwei  Stellen  seines  ersten  Buches  zählt  er,  den
Angaben  der  ägyptischen  Priester  folgend,  2  bis  auf  den  Zug
Alexander  des  Grossen  nach  Asien.  Dass  Diodor  nicht  bis
auf  seine  Zeit  oder  anders  gefasst,  dass  seine  Gewährsmänner
bis  auf  ein  Ereigniss  rechnen,  welches  den  ägyptischen  Chronologen ­
  nicht  einmal  als  Ausgangspunkt  einer  Aera  galt,  3  wird
uns  gar  nicht  auffallend  erscheinen,  wenn  wir  uns  erinnern,
dass  Manethos  Werk  mit  dem  Zuge  Alexanders  nach  Asien
abbrach.  Mit  Recht  hat  Unger 4  hervorgehoben,  dass  die  abweichenden ­
  Berichte  über  den  Schluss  des  Manethonischen
Geschichtswerkes  dahin  zu  erklären  sind,  dass  die  Atyujrnanwc
auch  die  letzten  Perserkönige  Ochus,  Arses  und  Darius  III.
umfassten,  während  die  Täp.oi  bei  Nectanebus  abbrachen  —
ein  weiterer  Beleg  dafür,  5  dass  die  Top.oi  und  BißXot  sich  gar
nicht  deckten.
Hieher  gehört  die  Summe  in  I,  69,  9,  welche  nicht  die
Nachlässigkeit,  wie  gewöhnlich  angenommen  wird,  sondern  vielmehr ­
  die  Genauigkeit  Diodors  in  der  Wiedergabe  seiner  Quellen
documentirt.  Ueber  4700  Jahre,  wird  uns  hier  mitgetheilt,  regierten ­
  grösstentheils  einheimische  Könige  über  Aegypten;  hiemit
  scheint  es  in  der  That  schlecht  zu  stimmen,  wenn  I,  44

1  I,  23,  8.
2  I,  26,  1  ol  o 1  lepsin  Tcjjv  Atyu7CTtQ)v  xov  ypovov  <xr.b  x%  TlXtou  ßaaiXcfa?
CT’jXXoyt^b[j.£Voi  [j-E/pt  T7j  5  ’AXc'-avopou  otaßaactoc  £t<;  ~7jv  ’Aaiav  cp  aal  v  urapyEiv
stwv  [laXiaxa  oiaaupfcov  zat  xpiaviXbov.  I,  23,  1  Etvai  0£  enj  cpaalv  a~b
X)a(pioo?  zat  ’lcrioo?  eco?  tt);  ’AXE^avopou  ßaaiXfifa?  xou  zxtaavxo;  ev  Afytaxto
xrjv  £7ct6vup.ov  auxou  tcoXiv  7cXeho  xwv  fiuphov,  d>s  o 1  ?vioi  ypaepouat,  ßpayu  Xeircovxa
  xwv  oicj[xup(a)v  zai  xptay^tXbov.
3  Eine  Aera  vom  ersten  Jahre  Alexanders  in  Makedonien  oder  in  Aegypten
gab  es  nicht;  dagegen  ist  wohl  eine  Aera  vom  Tode  Alexanders,  oltzo
x%  AX^avopoo  xeXeuxtjc  nachzuweisen.  Lepsius  in  den  Abh.  der  Berliner
Akademie,  1857,  p.  189.
4  Chronologie  des  Manetho,  p.  9.
5  M.  G.  p.  69.
            
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