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Krall.
der auf den Anbau des Getreides sich verstand, erwähnt. 1
Makedon blieb in dem Lande zurück, welches nach ihm Makedonien
heisst, Triptolemus siedelte sich in Attika an; Maron
aber, der schon in hohem Alter stand, blieb als Aufseher der
Weinpflanzungen des Osiris in Thrakien zurück und baute
die nach ihm benannte Stadt Maroneia. Man wird bei Ueberlegung
dieser Stelle zugeben müssen, dass die Zusammenstellung
Makedonien, Attika und — Maroneia sehr auffallend
ist, und dass die Quelle Diodors ein grosses Interesse für
den letzteren Ort haben musste, um ihn neben Attika und dem
Lande, dem das Herrschergeschlecht Aegyptens entstammte,
zu nennen. Die Sache gewinnt ein anderes Aussehen, wenn
wir uns an die politischen Verhältnisse in Thrakien unter
Ptolemäus Philadelphus erinnern. Da zeigt sich, so weit wir
aus den spärlichen Nachrichten ein Bild dieser für die alte
Geschichte so wichtigen Zeit zu gewinnen im Stande sind,
dass um den Besitz der thrakischen Küsten die Reiche der
Lagiden und Seleukiden mit einander rangen, dass die Gewinnung
von Maroneia für beide Reiche von der höchsten
Bedeutung sein musste. 2 Die Behauptung, dass Maroneia von
einem Aegypter, von dem Genossen des Osiris Maron, dem die
Stadt ihren bedeutenden Weinbau 3 verdankte, gebaut worden
war, war daher nichts anderes als ein Versuch, die Ansprüche
der Ptolemäer auf diese Stadt auf gelehrtem Wege darzuthun.
Dem Ptolemäus Philadelphus musste der Nachweis eines uralten
Zusammenhanges des thrakischen Zankapfels mit Aegypten,
den ihm sein Historiker erbrachte, nicht imerwünscht sein.
Auf einer Reise durch Aegypten, erzählt uns Cicero, war
Ptolemäus — dass darunter Philadelphus gemeint sei, hat
v. Gutschmid 1 überzeugend dargethan — hungrig in eine
Bauernhütte gekommen und hatte das schwarze Brot, das man
ihm reichte, mit grossem Behagen verzehrt: nie habe ihm
etwas besser geschmeckt als dieses grobe Brot, denn nie zuvor
hatte er wirklichen Hunger gehabt. Aber es gibt nichts
1 I, 18, 2 und I, 20, 2.
2 Droysen, Epigonen I, 317, 318, 399.
3 Hehn, Culturpflanzen und Hausthiere, p. 23.
* Bei Sharpe, Gesch. Aeg. II, p. 33 A, 2.