Manetho und Diodor.
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muss; 1 wir sehen ferner, dass Diodor nicht direct die äva-Ypaoat
eingesehen haben kann, da ihn sonst ein flüchtiger
Einblick in dieselben von der Richtigkeit oder Unrichtigkeit
der Behauptung hätte überzeugen können, die ihm seine Vorlage
aus den avosYpaam mittheilte. Ohne seine Zweifel dagegen
unterdrücken zu können, muss er sich daher wegen seiner
Unlcenntniss der ägyptischen Sprache 2 beschränken, die Ansicht
seiner Quelle ohne nähere Prüfung wiederzugeben.
Nicht bloss äusserlich schliesst die Hauptquelle Diodors
mit Ptolemäus Philadelphus ab, sie wurzelt auch innerlich in
den Kreisen dos Plofes des zweiten Ptolemäers. In ihr spiegeln
sich ab die Bestrebungen der Ptolemäer auf dem Gebiete der
Politik und des Handels; ja selbst kleinere Züge, Erlebnisse
des Hofes, die nur für Zeitgenossen wesentlich waren, spielen
in ihr eine Rolle.
Unter den Begleitern des Osiris werden uns neben Anubis
und Makedon, von denen der Erstere den Einrichtungen der
Ptolemäerzeit ganz entsprechend awgarofüXa^ des Osiris genannt
wird, 3 auch Maro, der auf den Weinbau, und Triptolemus,
1 Zu beachten ist besonders das tou; itp 1 sauttöv ßaaiXels.
2 Seine Vorlage war dagegen der ägyptischen Schrift und Sprache mächtig,
I, 11, 1 ro'v te rpaov zai T7,v asXjjv»)V, tbv xov asv "Ostpiv xrjv 8s ’laiv ovouaoat,
ir.6 itvos ETupou ts0e1cj7]s s/.aripac "poar 1 yooLac xa'JTr;:. Das betreifende
Etymon ist die ägyptische Wurzel jj |\ as, die sowohl i:
Osiris
als in dem der Isis
im Name« des
vorkommt. Ueber die
Bedeutung der Namen Osiris und Isis sind wir ebensowenig als der
Gewährsmann Diodors Auskunft zu geben im Stande, wiewohl wir erkennen
können, dass die Uebersetzung TxoA'JüxOa/.u.b;, die auch bei
Plutarcli vorkommt (de Is. ac Osir. c. 10) unrichtig ist. Sie geht ohne
Zweifel nicht auf den Namen -<E>- jj Asar, sondern vielmehr auf einen
Beinamen des Osiris zurück und entspricht etwa einem ' %
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Asu-aru. Vgl. Lefebure, Le Mythe Osirien. I, 130. Man muss bei der
Beurtheilung der Etymologien und Beweisführungen der Vorlage Diodors
den Standpunkt der Wissenschaft jener Zeit sich vergegenwärtigen und
sich überhaupt erinnern, auf welche Irrwege gewissenhafte Forscher
unserer Tage, durch den Gleichklang einzelner Worte verführt, gerathen
sind. Weitere Belege für die Kenntniss des Aegyptischen bietet die Vorlage
Diodors I, 17, 4 (cf. Plutarcli 1. 1. c. 37), I, 80, 4 und I, 92, 2.
3 I, 87, 2.