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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 96. Band, (Jahrgang 1880)

Manetho  und  Diodor.

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avaypatpai  ev  rate  Ispatg  ßi'ßXoi?  benützt,  da  Manetbo’s  Werke 1
nichts  anderes  als  eine  Verdollmetschung  sein  wollten.
Hiemit  stimmt  es  vortrefflich,  dass,  wie  wir  aus  zahlreichen ­
  Angaben,  die  ihnen  entnommen  sind,  ersehen,  die  ava-Ypatpai,
  denen  Diodor  mittelbar  folgte,  bis  auf  Ptolemäus  Philadelphus
  gingen  und  mit  besonderer  Vorliebe  bei  ihm  und
seinem  Vorgänger  Soter  verweilten;  während  dagegen  von  den
folgenden  Ptolemäern  —  die  Notizen  über  Ptolemäus  Auletes
gehen  ja  auf  Diodor  selbst  zurück  —  gar  keine  Erwähnung
geschieht.  Unter  Ptolemäus  Soter  und  dessen  Sohne  Philadelphus
  lebte  und  schrieb  ja  Manetho,  2  als  einer  der  bedeutendsten ­
  Förderer  des  Versehnielzungsprocesses,  welcher  zwischen
Griechen  und  Aegyptern  unter  den  ersten  Ptolemäern  angebahnt ­
  wurde. 3  I,  31,  7  4  wird  uns  mitgetheilt,  dass  während
in  den  alten  Zeiten  mehr  als  18.000  Städte  und  Dörfer  gezählt
wurden,  unter  Ptolemäus  I.  nur  3000  nachzuweisen  waren.
Aehnlich  ist  die  Angabe  I,  46,  7:  5  Die  Priester  behaupten,  in
ihren  avaypasai  47  Königsgräber  bei  Theben  verzeichnet  zu
linden;  bis  auf  Ptolemäus,  des  Lagus  Sohn,  waren  jedoch  nach
ihrer  Angabe  nur  17  übrig  geblieben,  die  zu  der  Zeit,  da
Diodor  diese  Gegenden  bereiste,  grossentheils  zerstört  waren.
Zwischen  den  alten  Zeiten  (zakaiol  /povoi)  und  der  Zeit,  da
Diodor  nach  Aegypten  kam,  steht,  wie  diese  Stellen  uns  zeigen,
als  Mittelglied  ein  Priester,  der  der  Zeit  der  zwei  ersten
Ptolemäer  angehört.  Ihm  verdanken  wir  auch  die  Angabe
I,  84,  8  Ptolemäus  Soter  habe  zu  dem  Begräbnisse  des  Apis
50  Silbertalente  vorgestreckt.  Diodor  hat  diese  Notiz  in  seine
Darstellung  einfach  herübergenommen,  ohne  zu  bedenken,  dass
für  seine  Zeit,  wo,  wie  er  uns  selbst  erzählt,  die  Ernährer  des
1  M.  G.  p.  29  und  T.  O.  (=  Tacitus  und  der  Orient)  I,  p.  4.
2  T.  O.  29  f.
3  1.  1.  2  u.  61  f.
4  <o;  iv  rat;  '.spat;  txvaypa^at;  öpäv  s<m  xaraxsytoptapivov,  bu  8s  ÜToXep-afou  toö
Aayou  -Xstou;  rtov  Tp'.apupituv  7)p'.0p.ij0r]aav,  rov  ro  u/.fjOo;  oiausu.sv7]/£v  sto;  rwv
xaQ 1  rjp.ac  ypo'vrov.
5  ol  p.sv  oüv  tspst;  sx  röjv  avaypatptov  stpaaav  süpiaxstv  sjruä  7ipo;  rot;  rsrrapäxovia
  rctcpou;  ßaaiXtxoü;  •  st;  8s  IIro),sp.atov  rbv  Aayou  Siaptstva!  tpxtjtv  suraxat-Ssxa
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