Manetlio und Diodor.
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wir schon aus den Decreten von Rosette und Tanis, 1 die ausdrücklich
als Beschluss der gesammten Priesterschaft bezeichnet
werden. Mit den beobachteten Thatsachen stimmen die Stellen
überein, in denen sich Diodor selbst über Herodot äussert.
I, 69, 7 piv ouv 'Hpöoovoi; v.al tive? twv Aiyuzvunv
tjiwaljagevwv EG/sotoaaciv, tv.ouaMq 7rpoy.p!v<mEc aXrfidaq to TtoepaoocßKoysvi
y.at p.üöou? TrActvvsiv drj^aywYiG«; Evsy.a, irapvfcop.EV. Weit
günstiger ist dagegen das TJrtheil über Herodot als vortrefflichen
Kenner der Geschichte. I, 37, 4 'IIpoSo-o; 3e b woXuicpccftudv, ei
y.ai vis «7Aoc, yiyovüg 7al 'öoXÄ.ijc kvopioü; sp.äEtpop. Dies veranlasste
Diodor, in der Darstellung der ägyptischen Geschichte, wie
wir gesehen haben, die Mittheilungen Herodots eingehender
zu berücksichtigen, die er freilich nicht immer mit den für
seine Vorlage schmeichelhaftesten Ausdrücken einleitet; 2 für
die Darstellung der Einrichtungen Aegyptens dagegen hat er
andere Quellen benützt und nur wenn dieselben nicht ausreichten,
3 wie dies bei der Darstellung der Leichenbestattung
und Thierverehrung der Fall war, 4 auf Herodot und seine
eigenen Beobachtungen zurückgegriffen.
Die Hauptquellen Diodors waren, nach seiner eigenen
ausdrücklichen Aussage, die avaypacpai der ägyptischen Priester
selbst; in der oben angeführten Stelle, 5 in der er eine Benützung
Herodots für die Darstellung der Einrichtungen Aegyptens
ab weist, fährt er nämlich also fort: aüva oe va Tvapä votp
Ispeüct toTc y.av’ Aiyiwrov sv vat? ävaypaopat? •yEypap.p.EVa ®tAov!p.<oc
E^Tjvay.övEi; sx.OY]<jip.s0a. In den avaypaood war das gesammte
religiöse, geschichtliche, geographische, mathematische, medieinische
und astronomische Wissen der alten Aegypter enthalten.
Grossentheils gingen sie auf die Zeit der Thutmosiden und
1 Rosette, 1. 6—8; Tanis, 1. 3—7.
2 I. 59, 2 tos vives |j.uOo).ofou(ji. I, 66, 10 Eviot ok vtov äpyaüov ouYYpaoEojv
|j.u0o).oyouoi. Bauer zeigt 1. 1. p. 286, dass eben Herodot dieser p.uOo-).oyw'/
ist.
3 I, 86, 2.
4 Die Uebereinstiinmung zwischen Herodot und Diodor tritt hier so deutlich
hervor, dass Stein zu II, 65 den Text des Diodor zur Ausfüllung
des lierodotischen venverthen konnte. Vgl. Her. II, 85, 86 und Diodor
I, 91, sowie Her. II, 65 und Diodor I, 83.
5 I, 69, 7.
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