TJeber die grossen Seuchen des Orients nach arabischen Quellen.
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Geschichtswerke (Montazarn) gibt das Jahr 64 H. (683 n. Clir.),
Ihn Atyr 65 H. (684 n. Chr.), 1 während andere 70 H. (689 n. Chr.)
oder 76 H. (695 n. Chr.) anführen. Der Historiker Wäkidy
hat sogar hiefür das Jahr 80 H. (699 n. Chr.). Die Zeitbestimmung
ist also jedenfalls zweifelhaft. Es erstreckte sich
diese Epidemie übrigens auch nach Syrien, denn nach dem
Verfasser des Mir’at alzamän starb an dieser Pest der grösste
Theil der Bewohner von Syrien.
lbn Aby-ldonjä in seinem, wie es scheint, verlorenen Geschichtswerke
(kitäb al’i'tibär) berichtet nach den Erzählungen
eines Augenzeugen, dass die oben besprochene Pest des Jahres
70 H. in den Tagen des Mos'ab lbn Zobair aufgetreten sei
und so heftig gewüthet habe, dass Bassora nahezu verödete
und die Todten nicht mehr beerdigt werden konnten; es kamen
die wilden Thiere in die Stadt, um die Leichen zu verzehren.
Auch lbn Taghrybardy in seiner ägyptischen Geschichte führt
eine Pest im Jahre 70 H. an.
In Aegypten trat die Pest auf nach Angabe des Ihn TIagar
im Jahre 66 H. (686 n. Chr.), dann 85 H. (704 n. Chr.) oder
nach andern 82, 84 oder 86 H. (701, 703, 705 n. Chr.); in
Syrien aber nach Tabary, dem lbn Atyr folgt, im Jahre 79 H.
(698 n. Chr.). Von diesen Epidemien kennt lbn Atyr nur
die letzte.
In Bassora fand die Pest der Mädchen im Jahre 87 H.
(706 n. Chr.) statt, so genannt wegen der grossen Anzahl von
Mädchen, die sie hinwegraffte. lbn Atyr kennt sie nicht. Sie
trat in Bassora, Wäsit, Kufa und Syrien auf. 2 An dieser Epidemie,
oder kurz nachher, soll der Chalife Abdalmalik gestorben
sein.
In das Jahr 87 H. (706 n. Chr.) verlegt lbn Atyr die
Pest, welche als die ,ausfegende' schon früher besprochen worden
ist, und die er an einer andern Stelle in das Jahr 65 H.
setzt. Dann folgte die sogenannte Pest der Adeligen (al’ashräf)
in Kufa, die lbn Kotaiba mit der obigen zu verwechseln
scheint.
1 Ein zweites Mal führt er sie unter dem Jahre 87 H. an.
2 lbn Kotaiba verlegt sie in das Jahr 86 H.