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Höflor.
Das Gefecht auf der Witkowaren 1 war nur in seiner
Wirkung- von Bedeutung, da es als Teutonicorum inopinata
strag-es galt, 2 und dann, weil König Sigmund durch Nichteinnahme
des Blockhauses auf dem rechten Moldauufer keinen
festen Stützpunkt gegen Prag- besass, den entlegenen Wissehrad
ausgenommen. Wurde aber das,Bollwerk* erobert, dann war Prag
von drei Seiten bedroht, dem Falle nahe und auch das blutige
Gericht nahe, das König Sigmund damals im Falle seines
Sieges über die Häretiker zu verhängen gedachte. Statt dessen
erfolgte in Prag am 22. Juli der Epilog des Dramas vom 14.
Die Taboriten drangen in Verbindung mit den Pragern in das
Magistratsgebäude und verlangten Auslieferung der Gefangenen,
um sie zu verbrennen. Bereits hatten sich diese — ihr Leben
zu retten — dem Utraquismus, den man in Prag als ,die
Wahrheit' bezeichnete, zugewendet. Die von den Leitern der
Stadt widerwillig ausgelieferten, sechzehn an der Zahl, wurden
vor die Stadt geführt, im Angesichte des deutschen Heeres
in Fässer gesteckt, in diesen verbrannt. Es ist bezeichnend,
dass Palacky bei der Erzählung dieser Gräuelthat verschweigt,
dass die Unglücklichen bereits übergetreten waren: ad veritatem
accesserant. 3 Sie konnten dadurch ihr Leben nicht retten.
1 Laurentius p. 375.
2 1. c. p. 380.
3 Laurentius gibt S. 366 bei der Union der Prager mit den benachbarten
Städten die Grundlage der nachherigen vier Prager Artikel. Hiebei
verpflichten sich diese: simoniam avaritiam dotationem pompamque et
alias cleri ipsius deordinationes zu zerstören. Palacky hielt es nicht für
nothwendig, der Abschaffung der Dotation, gerade das Wichtigste, zu
erwähnen. Wo er auf die vier Artikel zu sprechen kommt und es in dem
Texte heisst: quod verbum Dei per regnum Boliemiae libere et sine impedimento
Ordinate a sacerdotibus Domini praedicetur, lässt er das Ordinate
aus, was, wie natürlich, der Stelle einen ganz anderen Sinn
gibt. Im zweiten Punkt heisst: Omnibus Christi fidelibus nicht allen
getreuen Christen, sondern allen Christgläubigen. Den dritten Artikel
gibt Palacky so: Da viele Priester und Mönche in weltlicher Weise
über vieles irdisches Gut herrschten, gegen Christi Gebot und zum Abbruche
ihres heiligen Amtes, sowie zum Nachtheile der weltlichen Stände,
dass solchen Priestern diese ordnungswidrige Herrschaft genommen und
eingestellt werde, und dass sie gemäss der heiligen Schrift musterhaft
leben und zum Wandel Christi. — Bei Laurentius lautet er: quod
dominium saeculare super divitiis et bonis temporalibus, quod contra