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HSflor.
urtheilung des Wicliff, des Johannes Hus, ihrer Anhänger, sowie
des Satzes von der Nothwendigkeit des Laienkelches wurden
an die Spitze gestellt; die Synode regelte die Wahlen der
Prälaten, das Verhältniss zu den weltlichen Gerichten, gab genaue
Vorschriften in Betreff des Lebens der Geistlichen, ihrer
Kleidung, ihres Zusammenlebens mit Frauenspersonen, über Kauf
und Verkauf, Testamente und Begräbniss, Zehenten und Patronatsrechte,
Immunitäten, Fernehaltung der Cleriker und
Mönche von Einmischung in weltliche Geschäfte, Streitigkeiten
und Vergnügungen. Sie regelte die ehelichen Verhältnisse,
trat der Simonie und dem Judenwucher entgegen, wie der
Häresie, wobei namentlich Böhmen in das Auge gefasst wurde, 1
dem Raube, dem Wucher, der Zauberei, und gab so dem Clerus
ein Gesetzbuch, an das er sich in schweren Zeiten halten
konnte. Schon 1423 folgte Bischof Albert Jastrzabiec von
Krakau mit einer Synode nach, 2 welche insbesondere Wesen
und Bedeutung der Sacramente und von diesen in ausführlicher,
der böhmischen Anschauung entgegengestellter Auseinandersetzung,
das Wesen der Eucharistie betonte. Die Synode
regelte das Predigtamt, trat hiebei den Laienpredigten entgegen
und legte selbst den Grund zu dem weiteren Vorgehen
des berühmten Bischofs Sbigneus Oiesnicki von Krakau und
der Oppositionsstellung, die Polen dem hussitischen Böhmen
gegenüber einnahm.
Polen und Böhmen traten im wichtigsten Momente der
slavischen Geschichte einander feindlich gegenüber und nur
darin fand eine Vereinigung der orthodoxen Polen und schismatischen
Czechen statt, dass sie beide eine Verfolgung der
deutschen Sprache und des deutschen Elementes in Scene
setzten. 3 Das aber war für jeden Tlieil gleich schlimm, da
a° 1420 (Wydawuictwa Komisyi historyczuej akademii umiejetnosei w
Krakowie. K. 6. 1875), Editionem curavit Prof. Dr. Udalrieus Heyzmann.
1 Heyzmann S. 241.
2 Heyzmann S. 60.
3 Jetzt erscheinen Cirulus et Metudus eonfessores als patroni et apostoli
hujus regni (Poloniae) 1436. Heyzmann S. 32. Von grossem Interesse
sind noch die concordata dominorum laicorum cum praelatis ccclesiae
a. 1440 (Ed. Heyzmann S. 53) und der tractatus de natura jurium et
bonorum regis et de reformatione regni ac ejus reipublicae regimine,
ed. M. Bobrzynski (C'racoviae 1877), sowie des clarissimi Baronis Joannis