Studien zur Technik des nachhomerisehen heroischen Verses.
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Hiernach kann die gelängte Silbe in der Vers Senkung nur
stehen, wenn der erste Compositionstheil einsilbig oder trochäisch
ist oder aber einen Amphibrachys ausmacht. Zugleich
erscheint diese Stellung auf die 2. und 4. Thesis beschränkt.
Was etwa sonst von Fällen in anderen Senkungen begegnet,
stellt sich entweder als homerische Reminiscenz oder aber als
schlechte Ueberlieferung oder endlich als Mangel metrischen
Gefühles seitens des betreffenden Versemachers heraus.
Um die Längungen, respective Doppelungen in der Arsis
von denen in der Thesis auch äusserlich scharf zu scheiden,
werden wir sie getrennt nach einander betrachten.
A. Doppelte Liquida im Inlaute in der Arsis.
Wir werden hier mehrere Gruppen unterscheiden, und zwar :
P: Aus Homer entnommene Fälle.
P: Fälle, die zwar bei Homer vorliegen, doch mit anderem
ersten Bestandtheil; so z. B. gebraucht Aratos die Längung
y.aTap.sXetG'd, während bei Homer die Verbindung oiapeXsicrn
begegnet.
II. Längungen, respective Doppelungen der Liquida im
Inlaute bei Wörtern, die bei Homer nur im Anlaute Längung
zeigen, z. B. Apollonios: zoXiippivov vwp.a ad-Aoq f 1231, während
wir bei Homer 2>gs B’ azb piviv E 308 lesen.
III. Längungen im Inlaute, die in den homerischen Gedichten
weder im. In- noch im Anlaute nachweisbar sind. In
dieser Gruppe fassen wir in der Abtheilung
III a alle die Fälle zusammen, bei denen andere nichthomerische
Vorbilder nachgeahmt erscheinen; so bildet z. B.
Apollonios die Form BChayov B 881 dem Homer. Hymn. V 87
nach. Die zweite Unterabtheilung
IIP endlich umfasst die selbständigen neuen Bildungen
eines jeden nachhomerischen Poeten.
Die erwähnten Bezeichnungen I il , P, II, IIP, IIP sind
in den folgenden Detailausführungen beibehalten.