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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Studien  zur  Technik  des  nachhomerisehen  heroischen  Verses.

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Hiernach  kann  die  gelängte  Silbe  in  der  Vers  Senkung  nur
stehen,  wenn  der  erste  Compositionstheil  einsilbig  oder  trochäisch
  ist  oder  aber  einen  Amphibrachys  ausmacht.  Zugleich
erscheint  diese  Stellung  auf  die  2.  und  4.  Thesis  beschränkt.
Was  etwa  sonst  von  Fällen  in  anderen  Senkungen  begegnet,
stellt  sich  entweder  als  homerische  Reminiscenz  oder  aber  als
schlechte  Ueberlieferung  oder  endlich  als  Mangel  metrischen
Gefühles  seitens  des  betreffenden  Versemachers  heraus.
Um  die  Längungen,  respective  Doppelungen  in  der  Arsis
von  denen  in  der  Thesis  auch  äusserlich  scharf  zu  scheiden,
werden  wir  sie  getrennt  nach  einander  betrachten.
A.  Doppelte  Liquida  im  Inlaute  in  der  Arsis.
Wir  werden  hier  mehrere  Gruppen  unterscheiden,  und  zwar  :
P:  Aus  Homer  entnommene  Fälle.
P:  Fälle,  die  zwar  bei  Homer  vorliegen,  doch  mit  anderem
ersten  Bestandtheil;  so  z.  B.  gebraucht  Aratos  die  Längung
y.aTap.sXetG'd,  während  bei  Homer  die  Verbindung  oiapeXsicrn
begegnet.
II.  Längungen,  respective  Doppelungen  der  Liquida  im
Inlaute  bei  Wörtern,  die  bei  Homer  nur  im  Anlaute  Längung
zeigen,  z.  B.  Apollonios:  zoXiippivov  vwp.a  ad-Aoq  f  1231,  während
wir  bei  Homer  2>gs  B’  azb  piviv  E  308  lesen.
III.  Längungen  im  Inlaute,  die  in  den  homerischen  Gedichten ­
  weder  im.  In-  noch  im  Anlaute  nachweisbar  sind.  In
dieser  Gruppe  fassen  wir  in  der  Abtheilung
III a  alle  die  Fälle  zusammen,  bei  denen  andere  nichthomerische
  Vorbilder  nachgeahmt  erscheinen;  so  bildet  z.  B.
Apollonios  die  Form  BChayov  B  881  dem  Homer.  Hymn.  V  87
nach.  Die  zweite  Unterabtheilung
IIP  endlich  umfasst  die  selbständigen  neuen  Bildungen
eines  jeden  nachhomerischen  Poeten.
Die  erwähnten  Bezeichnungen  I il ,  P,  II,  IIP,  IIP  sind
in  den  folgenden  Detailausführungen  beibehalten.
            
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