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Rzacli.
Forschern in scharfsinniger Weise discutirt worden ist. Wesentliche
Unterschiede zwischen den älteren und jüngeren Dichtern
ergeben sich nicht, daher betrachten wir sie zusammen.
Wie bemerkt, ist die Doppelung der Liquida im Inlaute
(wie wir kurzweg sagen wollen) ebenso wie die Längung im
Anlaute an bestimmte Wortstämme geknüpft. Während aber
die letztere ausnahmslos nur in der Arsis eintreten kann, erhält
sich die Doppelung im Inneren der Zusammensetzung unter
besonderen Umständen bei gewissen Stämmen auch in der Thesis.
(Ueber die homerischen Fälle vgl. jetzt besonders Knös, de dig.
hom. quaest. 1TI 240). Beide Arten begegnen uns sowol in
der homerischen Poesie, als auch bei den späteren Dichtern
in äusserst zahlreichen Beispielen. Diese letzteren folgen, wie
wir das auch bei den Längungen im Anlaut gesehen haben,
theils den homerischen Vorlagen, theils schaffen sie selbst neue
analoge Fälle. Doch nicht dies Moment allein werden wir bei
der Detailuntersuchung zu beachten haben, wir müssen auch
Rücksicht nehmen auf die rhythmische Beschaffenheit des ersten
Wortbestandtheiles, indem hieraus gewisse Normen resultiren.
Diese sind:
1. Bei Compositis (resp. augmentirten Verbalformen),
deren erstes Wortglied einsilbig ist (also z. B. uu^v.zoc iXXaße
apropos avv&peXos appr ( -/.T0? sppvjEe), steht die gelängte Silbe in einer
der Hebungen, mit Ausnahme der III. und VI., oder aber in
der 2., resp. 4. Thesis.
2. Bei Compositis, deren erster Bestandteil pyrrhichisch
ist, steht die genannte Silbe in einer der Hebungen, mit Ausnahme
der 1. und III. (gewöhnlich in II. oder IV., selten
in V., noch seltener in VI). Nur in der archaischen Poesie
ist dies auch in der III. Arsis gestattet.
3. Bei Compositis mit trochäischem ersten Wortgliede
steht die gelängte Silbe in der 2. oder 4. Thesis, seltener auch
in der IV. oder V. Arsis.
4. Ist der erste Wortbestandtheil rhythmisch ein Tribrachys,
so wird das Compositum so behandelt wie eines mit
pyrrhiehischem ersten Grliede, repräsentirt er aber einen Amphibrachys
(~ - — z. B. -/.eXaivöptvcx;), so kann die Längung nur
in der 2. oder 4. Thesis erfolgen. Andere rhythmische Formen
kommen nicht vor.