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Rzach.
Studien I, die überaus dankenswerthen Forschungen von Knös
in den Quaestiones de digammo homerico III und das feine
in dieser Fragte abgegebene Urtheil von Curtius in seinem
offenen Briefe an Hartei (Studien IV 471 sqq.) und in den Erläuterungen
zur griechischen Grammatik 3 42 sqq. Wenn die
genannten Gelehrten auch namentlich, was die Art der Entstehung
solcher Längungen betrifft, in ihren Ansichten auseinander
gehen, so bleibt doch die Thatsache aufrecht, dass
zur Zeit der Blüte des homerischen Gesanges Fälle vorliegen,
wo vor einer einfachen Liquida Längung auslautenden kurzen
Vocals eintritt. Hier konnte der Grund davon nur in dem
folgenden Anlaute liegen, dieser war es, der als tönender Laut
eine vollere Aussprache unter der Beihilfe der Arsis ermöglichte,
so dass thatsächlich eine Art von Doppelung der Liquida
im Zusammenhänge der Rede sich ergab, z. B. evtp.p.£Ydpot<Ji.
Gewiss wird man jedoch auch zugeben müssen, dass in Fällen,
wo ursprünglich eine doppelte Consonanz (z. B. uv in *c-noic)
den Anlaut gebildet hatte, sich in der Längung vor dem betreffenden
Worte eine gewisse Erinnerung an den ursprünglichen
Lautbestand erhielt. Beide Gruppen flössen aber zusammen,
und so erscheint in der uns vorliegenden Gestalt der
homerischen Gedichte die flüssige Natur der Dauerlaute als
die Ursache der Längung kurzer vocalischer Silben, die ihnen
in der Arsis vorausgehen. Wie Hartei trefflich nachgewiesen
hat, steht das vorausgehende Wort zumeist in engstem Contact
mit dem folgenden und fliesst daher mit diesem förmlich in
ein Ganzes zusammen, fast ebenso, wie wir das in der That
bei Compositis oder aber bei Verben hinter dem Augmente
erblicken können, wo die Liquiden wesentlich dieselbe Wirksamkeit
im Inlaute zeigen wie sonst im Anlaute (vgl. z. B.
KoXüXXtoroi; und IXXaße).
Die angeführten durch die liquiden Laute hervorgerufenen
Längungen (resp. ihre Doppelung im Inlaute) wurden, mochten
sie nun an Stämmen erscheinen, die ursprünglich doppelconsonantischen
Anlaut besassen, oder aber an solchen mit
einfacher Liquida, so sehr als in der Natur des folgenden Anlautes
begründet gefühlt, dass auch die nachhomerischen Dichter
sie beibehielten, ja die Zahl der Fälle auch aus Eigenem vermehrten,
indem sie, wie Hartei (Hom. Stud. I 2 39) treffend