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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Mntli.

ob  dieses  kleine  vorzügliche  Gedicht  jünger  oder  älter  ist  als
Herhorts  liet  von  Troge;  jedenfalls  verschweigt  er  im  ersteren
Falle  aus  unbegreiflichem  Grunde  den  Namen,  während  er
doch  selbst  Dares  nennt  V.  37  f.,  nach  Ansicht  der  Zeit  den
Hauptgewährsmann.  Der  Name  des  Dichters  jenen  langen
liedes  scheint  unbekannt  geblieben  zu  sein,  sonst  würde  er  bei
der  Ueberlieferung  von  so  verschiedener  Seite  wohl  auch  einmal ­
  genannt  sein;  dass  Veldeke’s  Eneit  nicht,  wie  man  ihres
abgerissenen,  stillosen  Beginnes  halber  wohl  meinte,  bestimmt
war,  an  ein  anderes  Buch  anzuschliessen,  steht  jetzt  fest,  seit
man  weiss,  dass  dieser  ungewöhnliche  Anfang  sich  eng  anlehnt
an  die  französische  Vorlage,  die  allerdings  in  gewissem  Sinne
und  auch  in  der  Handschrift  als  Fortsetzung  eines  Trojanerkrieges ­
  von  Benoit  erscheint.  Die  Eneit  hat  nun  Hartmann
so  sicher  gelesen,  als  es  ungewiss  ist,  dass  er  von  jenem  problematischen ­
  Epos  mehr  als  den  Namen  kannte;  bei  dem  hohen
Alter  des  Erec,  der  —  ich  folge  in  der  Datirung  der  Werke
Hartmanns  der  Anordnung  Naumanns,  so  weit  dieselbe  nicht
in  diesem  Aufsatze  selbst  berichtigt  wird  —  um  1192,  ganz
sicher  im  Beginne  der  Neunziger  Jahre  entstanden  ist,  ist  es
nun  von  höchster  Wichtigkeit,  dass  Hartmann  nicht  etwa,  wie
Friedrich  von  Hausen  nur  den  ersten,  wider  Willen  des  Dichters ­
  verbreiteten  Theil,  sondern  das  ganze,  erst  zum  Schlüsse
des  Jahres  1190  vollendete  Werk  kannte.  Er  erzählt  die  Begebenheiten ­
  in  ihrer  Folge:
Erec.  7552  da  engegen  ergraben  was
wie  der  herre  Eneas,
der  vil  listige  man,
über  se  fuor  von  dan,
und  wier  ze  Kartägö  kam,
und  wie  in  in  ir  gnäde  nam
diu  riche  frouwe  Dido,
unde  wie  er  si  dö
7560  vil  ungeselleclichen  liez
und  leiste  ir  nicht  des  er  gehiez:
sus  wart  diu  frouwe  betrogen,
an  dem  hintern  satelbogen
so  was  einhalp  ergraben,
ir  vil  starkez  missehaben
und  wie  si  im  boten  sande,
swie  lützel  si  ins  erwande,
            
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