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Muth.
Tristan (En. 268, 12—276, 20 nahezu gleich Trist. 2398—
2598) nachgewiesen, nicht fraglich. Aber die Stelle ist so vag,
dass nicht einmal das französische Original volle Sicherheit
brachte. Sie lautet bei Benoit (Anchises wird von seinem Sohne
geborgen):
od lui en fist porter so fe
ancises qui bien viels hom ere.
Das erweitert nun Heinrich in einer Weise, die ihm geläufig
ist, fast ein wenig beschaulich:
En. 20, 33. sinen vater hiez er danne tragen;
der was so komen ze sinen tagen,
daz er niht mohte gän.
daz het ime daz alter getan.
Ganz ähnlich heisst es nun bei Lamprecht von einem alten
Juden, der vor den König gerufen wird:
Al. 6928 do der alte daz vernam,
d6 hiez er daz man im gewan
ldte, di in solden tragen,
er was so komen ze sinen tagen,
daz er niht mohte gän
daz hatt im daz alter getan.
Auf Grundlage des Vorliegenden war offenbar nur Scherers
Ansicht haltbar; denn bei Lamprecht sind die drei Verse
6931—34 wesentlich zur Erklärung von 6929/30; Veldeke,
wenn er sie kannte, ward dadurch, dass ihm der erste (6931)
zur Uebersetzung der französischen Wendung taugte (bien
viels home), veranlasst, die ganze Phrase anzuknüpfen und so
wurde, was im französischen Texte das subordinirte Glied der
Periode war, aus derselben ausgeschieden, der regierende Theil
eines neuen Satzgefüges. Das Entscheidende brachte aber erst
Martin, indem er in der zweiten Auflage von Wackernagels
Litteraturgesehichte, durch den Hinweis auf eine weit ältere
Stelle, aus dem Rother nämlich, den formelhaften Charakter
der Phrase feststellte (Wckngl §. 56, 7). Die Formel liegt
eigentlich im Schlussverse; wenn aber dieser und die Nöthigung
zum Tragen gegeben sind, liegt durch die Reimworte
gän und tagen die ganze Phrase so. nahe, dass der Verfasser
des Basler Alexander und Heinrich auch unabhängig von t
einander auf diese Verse verfallen sein können, ze sinen tagen