Voltaire-Stndien.
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beim Menschen die Gesellung über die Geburt des Jungen
hinaus. Auf dieser Stufe entwickelt sich bereits der mechanische
Instinct, mit welchem der Mensch lange, versehen ist,
ehe er die Gesetze der Mechanik aufzufassen vermag. Der
Keim einer Sprache entsteht, der freilich erst später zur Entfaltung
kommt. Ohne Nachahmungstrieb keine Sprache. ,Man
wird zweifellos mit Ausrufungen zur Bezeichnung der ersten
Bedürfnisse angefangen haben; hierauf werden die begabteren
Individuen, welche mit den biegsamsten Organen geboren waren,
einige Articulationen versucht haben, die ihre Kinder wiederholten/
Die ersten Sprachen dürften monosyllabisch gewesen
sein. Nun ging es mit der Gesellschaftsbildung rascher von
Statten. Aber zur Entstehung von Reichen, wie sie der alte
Orient aufweist, bedurfte es ungezählter Jahrtausende, sowie
des Zusammentreffens vieler begünstigender Umstände. 1 Dieser
,concours de circonstances favorables‘ ist die Formel, durch
welche die mechanische Weltanschauung ihre Entwicklungslehre
von den entsprechenden Doctrinen der teleologischen
Systeme unterscheidet. 2
Für die Entwicklung des Menschen, welchen wir bisher
nach seiner physischen und intellectuellen Seite gekennzeichnet
haben, kommt vor allem sein moralischer Charakter in Betracht. 3
Voltaire’s gemässigter Ansicht standen hier zwei diametral entgegengesetzte
outrirte Meinungen gegenüber. Nach der einen
ist der Mensch in Folge des Sündenfalls corrumpirt, mit der
1 Phil, de l’hist., 3. — II est certain qu’il y a, dans toutes les langues
du monde, une logique secrete qui conduit les idees des hommes saus
qu’ils s’en aper<;oivent, comme il y a une geometrie cacliee dans tous
les arts de la main, sans que le plus grand nombre des artistes s’en
doute. (A Beaugee, 14. Jänner 1768.) Les philosophes n’ont point fait
les langues et voilä, pourquoi elles sont toutes imparfaites. (Ibid.)
2 II a fallu partout, non seulement un espace de temps prodigieux,
mais des circonstances lieureuses, pour que l’homme s’elevät audessus
de la vie animale. (Avant-propos de l’Essai.)
3 Tous ces peuples ne nous ressemblent que par les passions et par
la raison universelle qui contrebalance les passions . . Ce sont lä
les deux caraeteres que la nature empreint dans tant des races d’hommes
differentes. (Essai, 143.) — La nature a donne ä l’homme la disposition
k la pitie et le pouvoir de comprendre la verite. Ces deux preseuts de
Dieu sont le fondement de la societe civile. (Art. Conscience.)