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Höf ler.
odicte, ist die Frage, ob die Periode der Flavier dem Christenthum
mehr Nachtheile als Vortheile brachte, gar nicht müssig.
Das Mailänderedict aber, wie die zu Gunsten der Christen
nachfolgenden Veränderungen in der Gesetzgebung waren
nicht Gnadengeschenke auf Ruf und Widerruf, sondern die
unausbleiblichen Folgen vorausgegangener haltloser Zustände
und des erwähnten Culturkampfes, in welchen sich die römische
Staats- und Cultusverwaltung eingelassen hatte und der ein
ganz anderes Resultat erzeugte, als man beabsichtigt hatte.
Es war aber das hervorragende Verdienst Constantins, dass er
bei den Einrichtungen des Diocletianus nicht stehen blieb,
nicht die Verfolgungsperiode erneute, nicht das doppelte Kaiserthum
länger duldete als es unbedingt nothwendig war, nicht
vier Kaiserstädte erhielt, sondern die unterdessen gross gewordenen
Bedürfnisse berücksichtigte. Volk und Staat waren
in das Heer aufgegangen; längst entschied nicht mehr der
Senat, sondern das Heer. Indem Constantin die Civilgewalt
von der Militärgewalt schied, brach er das Uebergewicht des
Heeres so weit es noch möglich war, dem Organismus des
Heeres wurde der Organismus der Beamten gegenüber gestellt.
Offenbar war es auch der Charakter des Heeres, der die
Lösung der christlichen Frage im Sinne der Gleichberechtigung
möglich, ja nothwendig machte. Das Heer entschied den Sieg
der flavischen Dynastie, das Heer entschied, dass nach Julian
nicht dessen Verwandte und Freunde den Thron erlangten,
sondern Männer einer entgegengesetzten Richtung, wenn auch
erst Gratian wagen konnte, ganz und gar mit den Traditionen
der Vorzeit zu brechen, was Zosimos Anlass gab, seine eigenthümlichen
archäologischen Kenntnisse auszukramen, und nachdem
Versuche gemacht worden waren, dem rechtmässigen und
christlichen Kaiserthum ein usurpatorisches und heidnisches
entgegenzustellen, die übrigens, weil sie misslangen, Zosimos
in ihrer wahren Bedeutung nicht hervorhebt, war endlich auch
der Moment gekommen, in welchem der Sieger, Theodosius,
mit dem Heidenthume aufräumen konnte, die Gleichberechtigung
sich in die Ausschliesslichkeit einer herrschenden Religion
umwandelte und gegen das Ende des IV. Jahrhundertes vollendet
wurde, was Constantin in der ersten Hälfte begonnen
hatte. Traurig, dass, als jetzt das Reich die Wohlthaten der