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Hofier.
regt und Maxentius, der geistreiche Erfinder dieses Stratagems,
das Vorbild aller Strategen, Hannibal, dadurch weit hinter sieh
zurückliess! Wie hat man sich denn nun die Constantinsschlacht
zu denken ? Das römische Heer aus der Stadt über die Tiber zu
führen und dann den auf der Via Flaminia vorrückenden Constantin
mit seinen abgehärteten kelto-germanischen Legionen
so anzugreifen, dass die Armee des Maxentius die Tiber im
Rücken hatte, wenn die Schlacht verloren war, in den Fluss
geworfen wurde, wäre eine so kolossale Thorheit gewesen, dass
sie dem Maxentius nicht zugetraut werden kann und gerade
der Umstand, dass er oberhalb Ponte molle eine neue Brücke
baute, beweist, dass er sehr wohl daran dachte, die Angriffspunkte
wie die Rückzugslinien zu vermehren. Seinerseits hatte
sich Constantin, als er Italien zu erobern versuchte, im Norden
aufgehalten und dort zuerst sich festgesetzt, Verona wie Aquileja
erobert, Mutina genommen und erst, nachdem er so seine
Verbindung mit Gallien gesichert, die Rückzugslinie gedeckt,
rückte er gegen Rom vor. Hier aber bot ihm Maxentius keine
Schlacht an, sondern hielt er das Heer theils in theils ausser
Rom zusammen und wollte Constantin den Uebergang über
die Tiber im Angesichte der (von Aurelianus) befestigten Stadt
forciren, liess er sich durch die Schiffbrücke zu einer kühnen
That verleiten, so war das Misslingen des Angriffes — mit oder
ohne die Fallbrücke ziemlich sicher. Anders wurde es, als
Maxentius am 28. October kühn zum Angriffe überging und
zwar mit solchem Ungestüme, dass es auf dem rechten Tiberufer
zum hartnäckigen Treffen kam. Dieses aber kann man
sich kaum anders vorstellen, als dass Maxentius, nachdem er
sein Heer auf das rechte Tiberufer geführt, seine Gegner —
in ähnlicher Art wie Napoleon die Oesterreicher bei Wagram —
zu überflügeln, von ihrer Rückzugslinie abzudrängen und in
den Fluss zu werfen suchte. Dazu konnte ihm die Ueberzahl
seiner Reiterei vortreffliche Dienste leisten. Man hat den
Kampf in das Gebiet der Wunder verlegt und die unmittelbare
Einwirkung höherer Kräfte zu seiner Erklärung zu Hülfe
gerufen. Constantin habe in Folge eines Traumgesichtes seinen
Soldaten befohlen, das Monogramm Christi auf Schild und Helm
zu setzen, Maxentius sich aber nach den Aussprüchen der sibyllinischen
Bücher gerichtet. Da letzterer den Römern verhasst