Das HandBchriftenverhältniss der Vita S. Severini deß Engippiuß.
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zogen werden, die oben p. 466 ff. aufgezählt wurden, an denen
L und V- 2 gegenüber T und der andern Classe übereinstimmen.
Viele von diesen sind von der Art, dass sich kaum ohne
subjective Voreingenommenheit der Nachweis führen lassen
dürfte, die Lesart der einen Classe verdiene vor der der andern
den Vorzug; diese Stellen müssen also von vornherein von
der Untersuchung ausgeschlossen bleiben. Von den anderen,
hier in Betracht zu ziehenden Stellen ist vorerst eine verhältnissmässig
geringe Zahl von Lesarten zu erwähnen, an denen
die Ueberlieferung des T die einzig richtige ist, so dass Sauppe
selbst gezwungen ist, den Lesarten des mit T übereinstimmenden
Vy den Vorzug vor der des L (V 2 ) zu geben. So nimmt
er mit Recht XIV, 3 die Ueberlieferung des T Vy recepia statt
der des L V 2 percepta in den Text. Ebenso schreibt er XVI, 3
mit T Vy credidercis statt credideris nach L V 2 ; XX, 1 id mit
T Vy A statt idem nach L V 2 ; XX, 2 scs seuerinus legeret mit
T Vy A statt sei legeret seuerinus, wie L V 2 haben; diese Abweichung
des L von V, ist allerdings von Sauppe nicht angeführt.
Ebendaselbst iubens mit T Vy A statt iubet nach L V 2 .
XXII, 1 proferebat mit T Vy A statt prcieferebat L V 2 ; XXII, 2
febanem mit T V, A statt febanum, wie L von zweiter Hand
und V 2 hat. Ebendaselbst destituta mit T Vy A statt destituto
L V 2 . XXIV, 3 zeigt L V 2 eine Lücke, die Sauppe mit Recht
nach der Ueberlieferung der anderen Classe durch die Wärter
sed presbytero ausfüllt. XXVIII, 1 ist das von Sauppe in den
Text gesetzte praestruebat die Lesart von T Vy; die von Sauppe
nicht angeführte Ueberlieferung von L (V 2 ) ist pstruebat — perstruebat.
Ebenso schreibt er mit T Vy XXX, 1 praestruxit
statt pstruxit, wie L V 2 überliefern. In der XXXVI, 3 eingeflochtenen
Stelle aus dem zweiten Dialog des Sulpicius Severus
stimmt T V { mit dem ältesten Codex dieses Schriftstellers, dem
aus dem 7. Jahrhundert stammenden Veronensis überein; die
Lesart des L und V 2 dagegen mit den jüngeren Handschriften
dieses Schriftstellers; Sauppe folgt auch hier mit Recht der
Ueberlieferung von kj, indem er diabolo statt diaboli und omnia
illu quae statt omnia quae in den Text aufnimmt. XLIII, 2
schreibt er mit V L infirmi statt infimi nach der Ueberlieferung
von L (V>); ebenso XLV, 1 nmlti mit Vy statt multis
nach L (V^).