Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Das  HandBchriftenverhältniss  der  Vita  S.  Severini  deß  Engippiuß.

485

zogen  werden,  die  oben  p.  466  ff.  aufgezählt  wurden,  an  denen
L  und  V- 2  gegenüber  T  und  der  andern  Classe  übereinstimmen.
Viele  von  diesen  sind  von  der  Art,  dass  sich  kaum  ohne
subjective  Voreingenommenheit  der  Nachweis  führen  lassen
dürfte,  die  Lesart  der  einen  Classe  verdiene  vor  der  der  andern
den  Vorzug;  diese  Stellen  müssen  also  von  vornherein  von
der  Untersuchung  ausgeschlossen  bleiben.  Von  den  anderen,
hier  in  Betracht  zu  ziehenden  Stellen  ist  vorerst  eine  verhältnissmässig
  geringe  Zahl  von  Lesarten  zu  erwähnen,  an  denen
die  Ueberlieferung  des  T  die  einzig  richtige  ist,  so  dass  Sauppe
selbst  gezwungen  ist,  den  Lesarten  des  mit  T  übereinstimmenden ­
  Vy  den  Vorzug  vor  der  des  L  (V 2 )  zu  geben.  So  nimmt
er  mit  Recht  XIV,  3  die  Ueberlieferung  des  T  Vy  recepia  statt
der  des  L  V 2  percepta  in  den  Text.  Ebenso  schreibt  er  XVI,  3
mit  T  Vy  credidercis  statt  credideris  nach  L  V 2 ;  XX,  1  id  mit
T  Vy  A  statt  idem  nach  L  V 2 ;  XX,  2  scs  seuerinus  legeret  mit
T  Vy  A  statt  sei  legeret  seuerinus,  wie  L  V 2  haben;  diese  Abweichung ­
  des  L  von  V,  ist  allerdings  von  Sauppe  nicht  angeführt. ­
  Ebendaselbst  iubens  mit  T  Vy  A  statt  iubet  nach  L  V 2 .
XXII,  1  proferebat  mit  T  Vy  A  statt  prcieferebat  L  V 2 ;  XXII,  2
febanem  mit  T  V,  A  statt  febanum,  wie  L  von  zweiter  Hand
und  V 2  hat.  Ebendaselbst  destituta  mit  T  Vy  A  statt  destituto
L  V 2 .  XXIV,  3  zeigt  L  V 2  eine  Lücke,  die  Sauppe  mit  Recht
nach  der  Ueberlieferung  der  anderen  Classe  durch  die  Wärter
sed  presbytero  ausfüllt.  XXVIII,  1  ist  das  von  Sauppe  in  den
Text  gesetzte  praestruebat  die  Lesart  von  T  Vy;  die  von  Sauppe
nicht  angeführte  Ueberlieferung  von  L  (V 2 )  ist  pstruebat  —  perstruebat.
  Ebenso  schreibt  er  mit  T  Vy  XXX,  1  praestruxit
statt  pstruxit,  wie  L  V 2  überliefern.  In  der  XXXVI,  3  eingeflochtenen ­
  Stelle  aus  dem  zweiten  Dialog  des  Sulpicius  Severus
stimmt  T  V {  mit  dem  ältesten  Codex  dieses  Schriftstellers,  dem
aus  dem  7.  Jahrhundert  stammenden  Veronensis  überein;  die
Lesart  des  L  und  V 2  dagegen  mit  den  jüngeren  Handschriften
dieses  Schriftstellers;  Sauppe  folgt  auch  hier  mit  Recht  der
Ueberlieferung  von  kj,  indem  er  diabolo  statt  diaboli  und  omnia
illu  quae  statt  omnia  quae  in  den  Text  aufnimmt.  XLIII,  2
schreibt  er  mit  V L  infirmi  statt  infimi  nach  der  Ueberlieferung ­
  von  L  (V>);  ebenso  XLV,  1  nmlti  mit  Vy  statt  multis
nach  L  (V^).
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.