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Knöl 1.
3) Verwandelte er eigenmächtig Wörter und Wortformen
in andere ähnliche: IX, 4 tribula.tionu statt tribulantium; XII, 3
exhibebat statt exigebat; XII, 4 quantum statt quanti; XIII, 1
dicturi statt reddituri; XIV, 1 firneratas statt funereas; XIV, 2
agnosdte statt agnosco; XV, 2 illuuione 1 statt alluuione; XV, 3
p'shec facta statt postes facta; XVII, 1 saluari statt saturari;
XVII, 4 cum hostib; statt obsidentibus gothis u. a.
4) Fügt er Wörter hinzu, die in allen anderen Handschriften
fehlen: XII, 2 dicens nach proplietani; XVII, 2 inopias
nach famis; XX, 1 sinntl und wno; XXIV, 1 eo vor amplius u. a.
Aus diesem allen geht hervor, dass der Schreiber des A
oder seiner Vorlage kein sorgfältiger Abschreiber war, sondern
dass er vielmehr bei der Abschrift viel zu viel seine eigenen
Erfindungen statt des in der Vorlage Gelesenen in den Text
einsetzte. 2 Bei diesem Zustande der Handschrift aber lässt
sich kaum entscheiden, ob die Zusätze an den Stellen, wo die
anderen Handschriften insgesammt Lücken aufweisen, vom
Schreiber auf eigene Faust gemacht worden sind, oder ob er
sie seiner Vorlage verdankte. Dies ist der Fall IX, 3, wo in
sämmtliclien Handschriften beider Classen nach praesentauit
offenbar mehrere Worte ausgefallen sind; diese Lücke füllt A
dem Sinne vollständig entsprechend durch die Worte reliquiasq:
scorum ab eo suscipiens uiro di detulit; entnahm sie der Schreiber
seiner Vorlage, so ist es unmöglich, dass A auf die beiden
Bobbienser Handschriften zurückgeht. Dann ist es aber auch
sehr unwahrscheinlich, dass A auf den Codex, aus dem L und
T gemeinschaftlich hervorgegangen sind, zurückgehe; 3 denn,
wäre dies der Fall, so müsste sich doch noch in einer der
beiden Handschriftenclassen dieser Zusatz erhalten haben; die
Uebereinstimmung zweier so abweichender Handschriften wie
T und L zwingt uns vielmehr zu der Annahme, dass diese
Lücke bereits im Archetypus beider Classen bestanden haben
müsse und es ist dann anzunehmen, dass er auf einen anderen
Codex als den gemeinsamen Archetypus beider Classen zurück-1
Bei Sauppe nicht angemerkt.
2 Richtig charakteriairt ihn Sauppe, wenn er sagt: de senlentia saepe magis
quam de uerbis sollicitus rem leuius egit quam V codicis scriptor (p. XII).
3 Dies nimmt Sauppe an p. XV.