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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Knüll.

es  einzelne  der  Stellen,  in  denen  F t  und  T  üBSreinstimmen,
die  Identität  des  Ortes  der  Entstehung  beider  Handschriften,
ferner  die  geringe  Altersdifferenz  der  beiden  ganz  wahrscheinlich, ­
  dass  ihre  Verwandtschaft  nicht  erst  durch  ein  Mittelglied
vermittelt,  sondern  dass  V l  directe  Abschrift  aus  T  ist.  Dadurch
aber  verliert  auch  F,  die  Geltung  einer  Handschrift
von  selbständigem  Werthe  für  die  Herstellung  des
Textes  und  verdient  daher  in  dieser  Beziehung  keine
weitere  Beachtung;  wo  er  von  T  abweicht,  ist  diese  Verschiedenheit ­
  der  Unachtsamkeit  des  Schreibers  zuzuschreiben.
Als  Vertreter  dieser  Classe  hat  daher,  da  Vallic.  und  Ambros.
jüngeren  Ursprungs  sind,  T  zu  gelten.
Von  diesen  jüngeren  Handschriften  selbst  gehört  Vallicellanus
  ganz  offenbar  derselben  Classe  an,  wie  T  und  V { ;
dies  zeigen  die  Zusätze  in  dem  Briefe  des  Eugippius  §.  7
und  zu  Beginn  (I,  1)  der  Vita,  sowie  das  Fehlen  der  beiden
durch  den  Leichnam  des  Heiligen  bewirkten  Krankenheilungen
zum  Schlüsse  derselben  (XLVI,  4.  5).  Dass  Vall.  jedoch  nicht
aus  Fj  geflossen  sein  kann,  zeigt  erstens  der  Umstand,  dass  die
Capitulation  und  der  Brief  des  Paschasius,  die  bekanntlich
in  V l  fehlen,  im  Vall.  vorhanden  sind;  zweitens,  dass  an  den
oben  citirten  Stellen,  an  denen  kj  Lücken  zeigt,  Vall.  diese
nicht  kennt,  sondern  den  vollständigen  Text  gibt.  Es  bleibt
daher  nur  noch  eine  zwiefache  Möglichkeit,  entweder  dass  Vall.
aus  T  entstanden  ist,  oder  dass  er  auf  einen  andern,  jetzt  unbekannten, ­
  vielleicht  verlorenen  Codex  derselben  Classe  zurückgeht. ­
  Für  erstere  Annahme  liesse  sich  folgendes  anführen:
1)  Folgen  die  einzelnen  Theile  der  Vita  in  beiden  Handschriften ­
  ganz  in  derselben  Reihenfolge  auf  einander,  so  dass
die  erste  Stelle  der  Brief  des  Eugippius  einnimmt,  hierauf  die
Capitulation,  auf  diese  die  Vita  folgt  und  die  Epistola  Paschasii
die  ganze  Reihe  abschliesst.  Ja  sogar  die  Ueberschriften  und
Schlussbemerkungen  der  einzelnen  Theile  sind  in  beiden  Handschriften ­
  fast  wörtlich  übereinstimmend,  wie  sie  sich  in  keiner
andern  Handschrift  wiederfinden.  Am  Schlüsse  der  Epistola
Eugippii  heisst  es  in  beiden  ganz  gleichlautend:  Incipiunt  capitula
de  his  quae  in  commemoratorio  continentur  id  est  quibus  uitae
(om.  Voll.)  uel  gestorum  so,  seuerini  panduntur  capitula.  Zum
Schlüsse  der  Capitulation:  Expliciant  capitula  incipit  uita  sei
            
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