Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Das  Handschriftenverliältniöis  der  Vita  S.  Severini  des  Eugippius.

457

lassen  dieser  Theile  hatte  wohl  hauptsächlich  darin  seinen  Grund,
weil  dem  Abschreiber  diese  Theile  nebensächlich  und  nicht
unbedingt  zur  Vita  gehörig  erschienen;  überdies  mochte  auch
Raummangel,  der  ja,  wie  bereits  oben  bemerkt  wurde,  namentlich ­
  in  den  jüngeren  Handschriften  die  Kürzung  der  Vita
nothwendig  machte,  die  Weglassung  dieser  beiden  Theile  in
F,  veranlasst  haben.  Wenn  überdies  V l  und  T  in  den  Ueberschriften
  und  Schlussbemerkungen  der  einzelnen  Theile  der
Vita  (Epist.  Eug.  und  Vita)  nicht  übereinstimmen,  so  erklärt
sich  dies  leicht  daraus,  dass  der  Schreiber  des  F 1;  da  er
einzelne  Theile  ausliess,  die  Bemerkungen  in  T  nicht  brauchen
konnte.  Daraus,  dass  eine  Abschrift  aus  T  ist,  erklärt  sich
auch,  dass  der  Text  des  F,  weitere  Corruptelen  zeigt,  die  dem
T  fremd  sind.  So  hat  V t  folgende  Lücken:  Vit.  V,  2  lässt  er  die
Worte  sollicitus  quae  nobis  est  aus,  die  T  hat.  XIV,  2  fehlt
inuenire;  XXV,  1  diebus  und  graue.  XXXIII,  2  setzte  der
Schreiber  statt  des  ungewöhnlicheren  sospitate  das  gewöhnlichere
sanitate  in  den  Text,  schrieb  jedoch  sospitate  darüber;  denn
beide  rühren  von  derselben  Hand  her.
Von  Verderbnissen  des  Textes,  die  der  Unaufmerksamkeit
des  sonst  ziemlich  sorgfältigen  Schreibers  leicht  widerfahren
konnten,  zähle  ich  folgende  auf:  Ep.  Eug.  2  timore  statt  m§rore;
Ep.  Eug.  9  cui'  =  cuius,  nicht  sui,  wie  Sauppe  anmerkt,  statt
ciuis,  eine  Verwechselung,  die  in  den  Handschriften  nicht  selten
ist;  so  hat  z.  B.  L  XLVI,  3  cuius  statt  ciuis.  III,  1  reliosis
statt  religiosis;  IH,  2  releuatione  statt  reuelatione;  IV,  2  praecepit
  statt  praecipit;  IV,  3  a  statt  ad]  IV,  4  ds  statt  dö;  IV,  5
illü  statt  illud]  IV,  10  torpescitur  statt  torpescit]  IV,  12  mino
statt  miro]  VI,  5  xpiani  statt  xpi]  VIII,  2  romanis  statt  romanos]
X,  2  cella  statt  cellula]  XI,  2  psuasi  statt  persuasit]  XII,  5
segete  statt  segetem;  XVI,  2  milites  statt  miles]  XVI,  3  pietas
statt  pietatis]  XIX,  1  ad  statt  a;  XIX,  3  famulu  statt  famulo]
XIX,  4  diacon  =  diaconus  statt  diaconuvi]  XXII,  5  off  endo
statt  offenso  dö]  XXIII,  1  sei  statt  scissimus;  ibid.  quä  statt
quem]  XXV,  3  carnis  statt  cordis]  XXVII,  1  latos  statt  latuit
und  andere  kleinere  Abweichungen  häufiger.
Diese  Abweichungen  sind  jedoch,  wie  jeder  einsieht,  von
so  geringer  Bedeutung,  dass  sie  nichts  gegen  die  obige  Behauptung, ­
  F,  sei  aus  T  entstanden,  beweisen;  vielmehr  machen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.