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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Kno  11.

in  derselben  den  Raum  von  Fol.  189 rb  bis  205 rb  aus;  sie  enthält ­
  sowohl  die  beiden  Briefe  als  die  Capitulation  und  das
Commemoratorium  in  folgender  Reihenfolge:  1.  Epistola  Eugippii 1
ad  Paschasium  bis  Fol.  190 rb ;  2.  die  Capitulation  bis  Fol.  191 ra ;
3.  die  Vita  Severini  bis  Fol.  204 vb ;  4.  die  Epistola  Paschasii
bis  Fol.  205 rb .  Die  Handschrift  stammt  nach  einer  gütigen
Mittheilung  des  Herrn  Dr.  G.  Loewe  aus  dem  11.  bis  12.  Jahrhundert ­
  und  ist  in  langobardischen  Charakteren  auf  Monte
Cassino  oder  von  einem  Monte  Cassinenser  Mönche  geschrieben
worden. 2  Die  Schrift  der  ersten  Hand  ist  im  Allgemeinen
correct;  verhältnissmässig  selten  kommen  Rasuren  und  Verbesserungen, ­
  von  einer  zweiten  Hand  herrührend,  vor.
5.  Codex  Vallicellanus  Tom.  XII.,  H28  M.  lang,  OHG  M.
breit,  aus  dem  11.  bis  12.  Jahrhundert;  angehörig  der
Bibliothek  des  Oratorianerklosters  der  Cliiesa  nuova  zu  Rom.
Er  enthält  von  Fol.  74 v  bis  108 v  die  beiden  Briefe,  die
Capitulation  und  die  Vita;  und  zwar  folgen  die  einzelnen
Theile  in  derselben  Reihenfolge  auf  einander  wie  im  Tnurinensis,
  also:  1.  der  Brief  des  Eugippius; 3  2.  die  Capitulation;
3.  das  Commemoratorium;  4.  der  Brief  des  Paschasius.  Sogar
die  Subscriptionen  der  einzelnen  Theile  sind  fast  wörtlich  mit

1  Die  Form  des  Namens  lautet  überall  eugepius.
2  Auf  Monte  Cassino  befinden  sich  nach  Angabe  des  Catalogs  noch  vier
Handschriften  der  Vita,  alle  aus  dem  11.  Jahrhundert:  die  Codices  139,
144,  14ö,  146,  von  denen  der  letzte  ein  Cocl.  decurlatus  ist,  in  dem  der
grösste  Theil  des  Textes  fehlt;  144  enthält  blos  die  Epistola  Eugippii,
die  Capitulation  und  von  der  Vita  nur  das  1.  Cap.;  im  Cap.  2  bricht
die  Handschrift  nach  den  Worten  monitis  uiri  dei  sanctis  operibus  ab,  da
eine  Anzahl  Blätter  aus  der  Handschrift  herausgerissen  ist.  Vollständig
sind  also  blos  139  und  145;  doch  fehlt  in  139  die  Capitulation.  Mangel
an  Zeit  machte  mir  es  unmöglich,  diese  Handschriften  während  meines
Aufenthaltes  in  Italien  zu  vergleichen.  Doch  scheinen  sie  ganz  derselben
Classe  anzugehören  wie  Vat.  11.97;  sicher  nachzuweisen  ist  dies  für
Cod.  144;  denn  aus  der  Capitulation  wird  klar,  dass  derselbe  in  C.  XLV
drei  Krankenheilnngen  und  C.  XLI  die  Namensform  Ferderuchus  hatte;
dass  Cod.  139  und  145  zu  derselben  Classe  gehören,  wird  durch  die  Weglassung ­
  von  merito  vor  iienerabili  zu  Beginn  der  Epistola  Eugippii  wahrscheinlich; ­
  die  Classe  T  V  Val!.  A  haben  alle  merito.
3  Die  Form  des  Namens  lautet  wie  im  T  meist  eugepius;  nur  am  Schlüsse
der  Epistola  Paschasii  steht  wie  im  T  eugipiü.
            
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