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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Knüll.

suchen.  Nachdem  der  Schreiber  aus  der  Vita  Hinreichendes,
wie  ihm  schien,  über  den  Heiligen  mitgetheilt,  —  denn  um
das  Historische  in  derselben,  dessenthalben  wir  sie  schätzen,
war  es  ihm  wohl  nicht  zu  thun  —  brach  er  wohl  ab  mit  der
Schlussformel:  iUs  xps  dns  nr  cui  e  honor  et  gla  p  infinita  seid
sciorum.  amen,  wie  dies  im  Marcianus  der  Fall  ist.
Von  Handschriften  der  guten  Classe  habe  ich  in  verschiedenen ­
  Bibliotheken  Italiens  folgende  gesammelt  und  zum
grössten  Theile  selbst  verglichen:
1.  Codex  Lateranensis  LXXIX  (L),  angehörig  dem  Archiv
der  Archibasilica  des  Lateran;  Grösse:  0 - 51  M.  lang,  037  M.
breit.  Diese  Handschrift,  die  in  vier  Theilen  durchwegs  Lebensbeschreibungen ­
  von  Heiligen  enthält,  stammt  wahrscheinlich
aus  der  zweiten  Hälfte  des  10.  Jahrhunderts;  der  Text  ist  in
Doppelcolumnen  geschrieben.  Auf  dem  ersten  unbeschriebenen
Blatte  der  Handschrift  steht  von  bedeutend  späterer  Hand  die
Nachricht  über  den  angeblichen  Zusammensteller  der  Sammlung:
Est  compositum  a  Secundino  epo  tauromenitano  tempore  S.  Gregorii
pape;  darunter  schrieb  eine  diesem  oder  dem  vorigen  Jahrhunderte ­
  angehörige  Hand  die  wohl  richtige  Bemerkung  erronea
inscriptio.  In  dem  ersten  Bande  nun  von  Fol.  29 va  bis  40 rb
steht  die  Vita  Severini; 1  und  zwar  enthält  die  Handschrift
sowohl  die  beiden  Briefe  des  Eugippius  und  Paschasius  als
die  Capitulation  und  die  eigentliche  Biographie  des  Heiligen
in  folgender  Reihenfolge:  1.  den  Brief  des  Eugippius 2  an
Paschasius  unter  dem  Titel  plogus  de  uita  uel  obitu  sei
seuerini;  2.  den  Antwortsbrief  des  Paschasius  an  Eugippius;
3.  die  Vita  selbst.  Die  Anfangsbuchstaben  einzelner  Capitel
sind  wie  im  Cod.  Ambrosianus  am  Rande  wiederholt.  Die

1  Diese  Handschrift  wurde  von  mir  nach  dem  Migne’schen  Abdruck  der
Bollandistenausgabe  verglichen,  nachdem  mir  durch  Vermittlung  der
k.  k.  Botschaft  und  die  zuvorkommende  Giite  des  Monsignore  Ettore
Valeri  die  Benützung  derselben  ermöglicht  worden  war.  Stellen,  an  denen
meine  Collation  von  der  sehr  sorgfältigen  Hinck’selien  der  Sauppe’schen
Ausgabe  abwich,  wurden  von  mir  nochmals  einer  genauen  Prüfung ­
  unterzogen;  namentlich  trachtete  ich  genau  zu  verzeichnen, ­
  an  welchen  Stellen  Rasuren  bemerkbar  seien,
und  was  von  erster  oder  zweiter  Hand  herrühre.
2  Die  Handschrift  hat  überall  die  Form  eugepius.
            
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