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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Fellner.

nicht  wie  Böckh  meint  (a.  a.  0),  vom  ist;.Mac  vfjc  'Aoivijg  xpotjoBou
herrührt,  sondern  von  obiger  Behörde  gemacht  wurde.
Die  gepflogene  Untersuchung  hat  gezeigt,  dass  die  verschiedenen ­
  Aemter,  welche  Lykurg  bekleidete,  durchaus  nicht
mit  einander  zu  vermengen  sind.  Für  die  Feststellung  der
Competenz  des  lapistc  zfjc  -/.ctvrjc  rcpoaoSou  wurde  als  bestimmtes
Resultat  erzielt,  dass  dafür  nur  die  Stellen  im  Decrete  des
Stratokies  und  die  kurze  Notiz  bei  Pollux  massgebend  sind.
Kurz  wäre  noch  Einiges  über  die  Bedeutung  zu  sagen,
welche  das  Amt  des  Schatzmeisters  im  damaligen  athenischen
Parteigetriebe  hatte.  Wir  könnten  es  fast  ein  Parteiamt  im
strengsten  Sinne  des  Wortes  nennen.  Der  Finanzvorsteher  ist
immer  ein  Mitglied  der  die  Wahl  beherrschenden  politischen
Fraction.  Verliert  dieselbe  ihren  Einfluss,  so  dürfen  wir
sicher  sein,  dass  in  der  nächsten  Finanzperiode  keines  ihrer
Mitglieder  die  Stelle  des  lagta?  -rijc  y.otvvj?  srposooou  einnimmt.  Als
Eubulos  und  seine  Anhänger  das  Uebergewicht  hatten,  waren
Männer  dieser  Partei  Schatzmeister,  wie  Eubulos  selbst  und
Aphobetos,  der  Bruder  des  Aeschines.  Nach  dem  Sturze
des  Eubulos,  sehen  wir  01.  110.  3  einen  Finanzvorsteher  im
Amt,  welcher  aus  den  Gegnern  genommen  ist.  Es  ist  das
der  Eteobutade  Lykurg,  der  Parteigenosse  des  Hypereides  und
des  Demosthenes.  Durch  drei  Finanzperioden  hindurch  hatten
diese  Männer  einen  starken  Einfluss  bei  der  Bürgerschaft.  Den
Niedergang  ihrer  Partei  bezeichnet  das  Jahr  01.  113.  3,  in
welchem  Menesaechmos,  ein  Mann  der  Gegenpartei  und  ein
persönlicher  Feind  Lykurgs  mit  der  Leitung  des  obersten
Finanzamtes  betraut  wurde.  Welcher  Werth  diesem  Amte  von
Parteiführern  beigelegt  wurde,  geht  ferner  noch  aus  dem
Umstand  hervor,  dass  Eubulos,  als  er  dasselbe  nicht  mehr
verwalten  konnte,  es  dadurch  unschädlich  zu  machen  suchte,
dass  er  eine  andere  Behörde,  wo  Wiederwahl  möglich  war,
mit  einer  Gewalt  auszustatten  wusste,  durch  welche  alle  anderen
Aemter  im  Staate  in  Schatten  gestellt  wurden.
Den  Schlussstein  der  Erwägungen  sollen  einige  Bemerkungen ­
  über  die  Umgestaltung  bilden,  welche  das  oberste
Finanzamt  zu  Ende  des  vierten  Jahrhunderts  traf.  Nebenbei
            
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