Attische Finanzverw alt ring im fünften und vierten Jahrhunderte.
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Weise zusammengestellt. Von Lykurg wurden als t«|xiac T/jc
y.ovrqz xpocioou 18.900 Talente verrechnet (Böckh a. a. O. 1,
p. 571 und 227). Wahrscheinlich erscheint es, dass derselbe
auch im Anfang seiner Finanzverwaltung Anleihen bei Privaten
gemacht habe, ohne ein Unterpfand zu geben oder
Zinsen zu zahlen, um nur dem Staate wieder aufzuhelfen
(Hermes I, 341). Wenn es dann noch bei Pollux VIII, 113
von der höchsten Finanzstelle heisst: o ok siu -r,z Sicoujsso)?
aipe-fo; em töv Ttpoaiöviiüv y.ai äva).iaxop.evwv, so geht daraus
gleichfalls hervor, dass wir es lediglich mit einem Finanzbeamten
zu thun haben, welcher über die gesammten Einnahmen und
Ausgaben des Staates Buch zu führen hatte, und ich glaube,
dass es Unrecht ist, aus diesen Stellen Schlüsse zu ziehen, als
ob dieser Beamte die ganze Verwaltung in Händen gehabt,
als ob er, so zu sagen, die gesammte Staatsmasehine dirigirt
hätte, eine Vorstellung, welche wir bekommen müssen, wenn
wir Böckhs und Schümanns Darstellung aufmerksam lesen.
Dass der Oberbeamte des VerreclmungsWesens eine Cassa
zu verwalten hatte, bezeugen schon die gerade gebrauchten
Worte (zai äiavstpac . . .). Es ist die Cassa gewesen, in welche
die Tribute der Bundesgenossen und die gerade nicht gebrauchten
Staatseinnahmen flössen. Einnehmer der Gelder
blieben immer noch die Apodekten. Der Tap.ücg xij<; y.civija ~po-56600
und sein Gegensehreiber werden aber auch anwesend gewesen
sein, wenn bei der Bule die Gelder abgeliefert wurden und
an die verschiedenen Gassen zur Vertheilung kamen. Am Ende
des Jahres dürften beim Schatzmeister die verschiedenen Behörden
ihre Abrechnung eingebracht haben, so dass derselbe dann im
Stande war, am Ende einer Finanzperiode über die eingegangenen
und verausgabten Gelder Rechnung zu legen. Damit
will aber nicht gesagt sein, dass das Amt des tapia; von Männern
verwaltet, welche eine Begabung für finanzielle Dinge hatten,
nicht zu einer Bedeutung gelangen konnte, welche streng
genommen mit dem Wesen des Amtes nicht verbunden war.
Der jeweilige vapia? hatte nämlich den genauesten Einblick in
den Stand der Finanzen, ferner standen ihm Mittel und Wege
zu Gebote, die Hilfsquellen des Staates zu studiren, er konnte
daher am leichtesten zur Hebung und Besserung der Finanzen