Attische Finanzvervraltung im fünften und vierten Jahrhunderte.
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In Perikies Zeit zeigt sich das lebhafte Bestreben, es
dahin zu bringen, dass alle Athener an den Leiden und
Freuden des Staates innigen Antheil nehmen. Gross und
gewaltig stand damals die athenische Bürgerschaft da. Ihre
Führer waren bestrebt, diese Macht des Staates zur Anschauung
zu bringen. Daher führten sie die mächtigen, von
ganz Griechenland angestaunten Bauten auf, daher auch begingen
sie die Götterfeste — da immer viele Fremde in Athen
weilten — mit einer früher nie gesehenen Pracht. Den ärmeren
Bürgern wäre es bei der Menge der Feste schwer gefallen an
allen Vergnügungen, die der Staat damit verband, theilnehmen
zu können, wie z. B. an den Schauspielen, für die ein Eintrittsgeld
gezahlt werden musste. Von Staatswegen wurden daher den
ärmeren Leuten Festgelder ausgezahlt, damit dieselben sich
mit den Reichen zugleich freuen konnten. Dieser Vorgang ist
vor Euklid unter dem Namen der Diobelie überliefert (sic xy;v
SiwßsXi'av s3cor ( ). 1 Nach dem peloponnesischen Kriege konnte
bei der schlechten finanziellen Lage des Staates von einer
Diobelie nicht die Rede sein. Nachdem sich aber der Staat
wieder etwas erholt hatte, drängten die leichtlebigen Athener
so lange, bis endlich die Festgelder wieder eingeführt wurden,
Demagogen gab es genug, welche das Volk dadurch
für sich zu gewinnen suchten. Der Zeitpunkt, wann dieses
geschah, lässt sich ziemlich annähernd bestimmen. Harpokration
sagt unter Öswpr/.ä: Gsürptza r ( v xiva sv y.oivw yp^p.aTa axb xöv xijc
xcAswp xpoaoSwv auvayogeva - xa-jxa os xpixspov p.sv dq zaq xoü xoAsp.o'J
y.pdaq säpuXäxxsTO y.at ezaAeixo Gxpaxiümxd, ocxspiv 3s y.axsxiGsxo dq
Ts xac 3-pp.oc;ic<c y-axaraeuä? y.a! otavop.ac, tov xp£5xoi; ripqcno Ayißp'.oc.
Von einem Manne, der diesen Namen führt, wissen wir aber,
dass er einer der bedeutendsten und angesehensten Volksmänner
nach dem peloponnesischen Kriege war, dass er möglicherweise
den Ekklesiastensold eingeführt und wenn schon das
nicht, so sicherlich auf drei Obolen gebracht hat. Böckh hat
sich mit Recht dafür entschieden, dass auch bei Harpokration
im Artikel Theorika derselbe Argyrrhios gemeint sei (a. a. 0.
p. 315). Wenn weiter Zenobius berichtet, III, 27: ipa/y.'q ypz/.auüca
— exl Aioffiävxoo xo Gsürpyjxiy.bv (1. Gswpabv) sysvsxs opx/p.r^ sxsiSv;
1 C. I. A. I, 188, 189.
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