Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Attische  Finanzverwaltung  im  fünften  und  vierten  Jahrhunderte.

413

[yfouaiv  ]  y.xi  xapuatc  0eou  pfav  m\  io\q  lep  |  [oxoiöi«;  p.i'av]
■/.c/\  xoi;  axfpaxjrpfoik  y.a:  xoi?  xa^tap^)  [oi?  xai  xjoT?  7xop.7;[£Üa]  tv
xoTc  ’A0Y]vatoi<;  y.ai  xa;[u;  y.avv]p6po'.]c  y.axa  (xa)  £tw[06xa|,  xä  3s  äXXa
y.psa  ’AÖvjvaio  |  [i?  p,ep(tTeiv  Bei  der  Aufzählung'  der  Würdenträger,
welche  Theile  vom  Opferfleisch  bekommen,  konnten  unmöglich
die  Schatzmeister  der  anderen  Götter,  welche  an  Rang  den
Schatzmeistern  der  Göttin  gleich  waren,  ungenannt  bleiben.
Es  ist  diese  Inschrift  mithin  als  ein  Beweis  anzusehen,  dass
es  xx!j.G.'.  xöv  aKkwv  0£oiv  nach  Euklid  nicht  gab.  Zuletzt  haben
wir  noch  die  Inschrift  C.  I.  A.  II.  nr.  162  zu  besprechen,
welche,  wie  sie  ergänzt  worden  ist,  gegen  die  obige  Auffassung
zeugen  könnte.  Die  23.  Zeile  derselben  (Frg.  c)  ist  überliefert:
I  C.  2TQN0EQNTO  APTTPION 1
Köhler  liest:
xob?  xapiac  x]o[b]c  xo>v  0süv?  xc  otp^bp'-ov.
Zu  beachten  ist,  dass  dem  bedeutenden  Epigraphiker  seine
Ergänzung  selbst  nicht  recht  zuverlässig  erscheint.  Ferner
muss  bemerkt  werden,  dass  der  Sinn  des  Fragmentes,  von
welchem  man  nur  im  Allgemeinen  annehmen  kann,  dass  es
über  die  Regelung  der  Feste  und  Opfer  handelt,  nicht  nothwendig
  auf  die  Ergänzung  —  xaplai  xij?  Osoj  —  hinführt.  Wir
müssen  uns  bescheiden,  diese  Worte  der  sehr  corrupten  Inschrift ­
  nicht  einmal  annähernd  klar  stellen  zu  können.  Dieselben ­
  werden  daher  nicht  unter  den  Beweisen  fungiren  können,
dass  zu  Lykurgs  Zeit  xapfai  xwv  Oeöv  bestanden  haben.
In  Betreff  der  Competenz  der  Schatzmeister  nach  Euklid
bleibt  schliesslich  noch  Einiges  zu  erörtern.  Dass  sie  ebenfalls, ­
  wie  die  voreuklidischen  Beamten,  die  heiligen  Schätze
zu  verwalten  und  darüber  Rechenschaft  abzulegen  gehabt,  geht
aus  den  Uebergabsurkunden,  welche  überliefert  sind,  hervor.  Nur
das  bleibt  auffällig,  dass  in  allen  diesen  Inschriften  lediglich
von  der  Uebergabe  von  Werthgegenständen  der  Athena  oder  der
anderen  Götter  die  Rede  ist  und  sich  keine  Rechnungsablagen
vorfinden  über  Summen,  welche  dem  Demos  von  Seite  der
Schatzmeister  geliehen  wurden.  Denn  wenn  auch  das  Tempelvermögen ­
  im  peloponnesischen  Kriege  vollkommen  zu  Grunde
1  Leider  war  es  nicht  möglich  die  Buchstaben  in  der  Form  wiederzugeben,
wie  sie  im  corpus  I.  A.  stehen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.