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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Fellner.

haben  vielmehr  unter  den  erwähnten  Schatzmeistern  die  xapuai
xwv  tepwv  ypr]  p.dxiiiv  xrjp  ’AÖvjvai’a?  y.ai  xwv  aXXwv  Oewv  zu  verstehen,
die,  da  hier  keine  ofücielle  Rechnungsablage  vorliegt  und  ein
Missverständnis  unmöglich  war,  einfach  xaptai  genannt  werden.
Der  Gründe,  welche  dazu  drängen,  auch  für  später  an  einem
Colleg  festzuhalten,  sind  mehrere.  Es  werden  die  verschiedensten ­
  Werthgegenstände  selbst  aus  späteren  Jahren  erwähnt, 1
welche  der  Artemis  von  Brauron  gehören  und  vorzüglich  im
Hekatompedos  niedergelegt  waren.  Noch  Ol.  106.  4  =  353/2
kommt  zu  den  Schätzen  der  Artemis  im  Tempel  der  Athena
neuerdings  ein  Zuwachs,  -io’  ey.  xoü  äpyaiou  vsw  Tiaps8[w]y,sv  -q
lepei[a]  xoi[?|  Ixioxaxafti;]  xo|y;  s]tc1  0o[u8]Y)[p.]oo  apyovxo?  [etc]  xov
Ila[p0svw]va  .  .  .  . 2  Wenn  dann  goldene  Schalen  der  anderen
Götter  in  der  Uebergabsurkunde  des  Parthenon  von  Ol.  109.  1
genannt  werden:  n)  Z.  58  —  60.  [tciccXa!  .  .  .]:  y[p]üaat  xwv  ä'XXwv
Oewv,  |  [a'Youaoa  axaOp.ov,  5  i^iyiyjponixoii  exi  xai?  <pt[ä]Xaii;  |  [.  .  .]  und
o)  Z.  60—61.  JytäXvj  ypujafj  xwv  aXXwv  Oswv  (Kirchhoff  a.  a.  0.),
und  Inschriften  von  Weihgegenständen  der  Demeter  und
Aphrodite  auf  der  Burg  reden, 3  so  geht  aus  all  dem  zur
Genüge  hervor,  dass  nicht  allein  in  den  ersten  Jahren
nach  Euklid,  sondern  viel  später  die  Schätze  der  verschiedenen
anderen  Götter  nicht  von  einem  eigenen  Colleg  verwaltet
wurden,  sondern  vielmehr  von  den  Schatzmeistern  der  Athena,
weil  diese  Werthgegenstände  sonst  nicht  im  Hekatompedos
oder  Parthenon  sich  hätten  befinden  können.
Wir  haben  ausserdem  aus  der  lykurgischen  Zeit  eine
Urkunde  erhalten,  in  welcher  die  xapu'at  xwv  aXXwv  Oewv  sicher
genannt  worden  sein  müssten,  wenn  sie  in  der  damaligen
Zeit  vorhanden  gewesen  wären.  Es  ist  die  Inschrift  C.  I.  A.  II.
nr.  163,  in  welcher  Bestimmungen  über  die  feierlichen  Abhaltungen ­
  der  jährlichen  Panathenäen  getroffen  werden.  Man
liest  Z.  7  ff.:  ejtpvjqjicöai  xw  o'/p.w,  xa  jxsv  aXXa  xaOa  j  [xep  xvj  ßouXjj,
6]6eiv  oe  xou?  iepoxoiou?  zdq  p.ev  060  |  [Oosta?  x/v  xe  xrj]  ’A0v)Vfit  xjj
‘Yyteia  y.al  xvjv  ev  xw  ap  [  jxsvyjv  y.aOdxep  xpoxepov
zai  vsip.avx  |  [a?  xoi?  xpoxdvjeuiv  xevxe  p.epi'oaq  y.at  xoü;  evvea  ap  |-1
  Vgl.  Michaelis  a.  a.  O.  p.  307  ff.
2  Ich  gebe  den  Text  nach  Michaelis  a.  a.  O.  p,  309,  der  die  Sammelwerke
anführt.
3  Vgl.  Michaelis  a.  a.  O.  p.  369  und  Ephem.  4040.
            
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