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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Fellner.

ponnesischen  Kriege  aufgezählt.  Nicht  ungesagt  mag  bleiben,
dass  auch  der  bekannte  spartanische  Feldherr  Lysander  der
Göttin  einen  Kranz  spendete. 1  Beachtenswerthe  Aufschlüsse  gibt
eine  von  Kirchhoff  (Abhandl.  d.  Berl.  Akad.  1867)  edirte  Uebergabsurkunde
  der  Schatzmeister  der  Athena  vom  Jahre  01.  109.
1  =  344/3:  Volk  und  Rath  werden  mit  Kränzen  von  Auswärts
beehrt,  welche  sie  im  Parthenon  niederlegen.  Aus  Samos,  aus
dem  Chersones,  Samothrake  .  .  .  werden  von  befreundeten  oder
kleruchischen  Gemeinden  oder  von  attischen  Soldtruppen  Kränze
geschickt.  Diese  verschiedenen  Belege  zeigen  deutlich,  dass
man  in  Athen,  kaum  dass  der  unglückliche  Krieg  vorüber
war,  eifrigst  Werthgegenstände  für  die  Götter  zu  sammeln
begann,  die  bald  zu  einer  ansehnlichen  Höhe  anwuchsen.
Man  wird  nicht  fehlgehen,  wenn  man  aus  den  Inschriften
schliesst,  dass  sehr  viele  von  diesen  Gegenständen  von  reichen
Privaten  und  von  auswärtigen  Freunden  gespendet  wurden;  viele
wurden  ausserdem  aus  dem  eingezogenen  Vermögen  der  Dreissig
hergestellt,  wie  Philochoros  bei  Harpokration  unter  zoiAzeia  berichtet: ­
  zogTOtot?  os  zpörspov  s-/pöwo  ct  ’AOtjvccioi  toi?  sy.  Trfi  ovoiaq  töv
Tptay.ovta  zawazeuaaGdciv.  Das  Wenigste  scheint  der  Staat  zur  Ausschmückung ­
  der  Heiligthümer  beigetragen  zu  haben.  In  den  ersten
Jahren  nach  Euklid  stellte  er,  wie  die  Ueberlieferung  lehrt,  nur
einmal  ein  Weihgeschenk  auf  und  auch  das  unter  eigentümlichen
Umständen:  aretpdvo?  GoAXoü  ^pucrou?,  Sv  fj  zoXi?  ävsGrjy.e,  ta  v'.y.Yji'/pia
toö  ziGapwäou. 2  Wie  dem  auch  sei,  die  Thatsache  ist  vorhanden,
dass  sich  ziemlich  rasch  in  den  heiligen  Gelassen  des  Tempels
der  jungfräulichen  Göttin  Schätze  ansammelten.
Diejenigen  Weihgegenstände  nun,  welche  im  Pronaos,
Hekatompedos  und  Parthenon  waren,  und  den  Metallschatz
der  Athena  imOpisthodom  verwalteten  vor  Euklid  die  Schatzmeister ­
  der  Göttin;  die  Schatzmeister  der  anderen
Götter  hatten  gleichfalls  einen  Theil  der  Nachzelle  zu  ihrer  Verfügung, ­
  wo  sie  die  Gelder  dieser  Götter  und  gewisse  Werthgegenstände, ­
  wie  (fidlca  und  ap.^op^i;  aufbewahrten. 3  Es  entsteht

1  Vgl.  über  das  Gesagte:  Michaelis:  Parthenon  p.  291,  296  ff.  und  Böckh
a.  a.  O.  bes.  XIIa,  (C.  I.  Gr.  nr.  150).  Z.  15  ff.  und  Z.  30—32.
2  Böckh  a.  a.  O.  XII  a,  Z.  35,  36.
2  C.  1.  A.  1.  Frg.  c,  196,  197.  Frg.  h,  206,  207.  Frg.  i,  208,  209.
            
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