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Fellner.
ponnesischen Kriege aufgezählt. Nicht ungesagt mag bleiben,
dass auch der bekannte spartanische Feldherr Lysander der
Göttin einen Kranz spendete. 1 Beachtenswerthe Aufschlüsse gibt
eine von Kirchhoff (Abhandl. d. Berl. Akad. 1867) edirte Uebergabsurkunde
der Schatzmeister der Athena vom Jahre 01. 109.
1 = 344/3: Volk und Rath werden mit Kränzen von Auswärts
beehrt, welche sie im Parthenon niederlegen. Aus Samos, aus
dem Chersones, Samothrake . . . werden von befreundeten oder
kleruchischen Gemeinden oder von attischen Soldtruppen Kränze
geschickt. Diese verschiedenen Belege zeigen deutlich, dass
man in Athen, kaum dass der unglückliche Krieg vorüber
war, eifrigst Werthgegenstände für die Götter zu sammeln
begann, die bald zu einer ansehnlichen Höhe anwuchsen.
Man wird nicht fehlgehen, wenn man aus den Inschriften
schliesst, dass sehr viele von diesen Gegenständen von reichen
Privaten und von auswärtigen Freunden gespendet wurden; viele
wurden ausserdem aus dem eingezogenen Vermögen der Dreissig
hergestellt, wie Philochoros bei Harpokration unter zoiAzeia berichtet:
zogTOtot? os zpörspov s-/pöwo ct ’AOtjvccioi toi? sy. Trfi ovoiaq töv
Tptay.ovta zawazeuaaGdciv. Das Wenigste scheint der Staat zur Ausschmückung
der Heiligthümer beigetragen zu haben. In den ersten
Jahren nach Euklid stellte er, wie die Ueberlieferung lehrt, nur
einmal ein Weihgeschenk auf und auch das unter eigentümlichen
Umständen: aretpdvo? GoAXoü ^pucrou?, Sv fj zoXi? ävsGrjy.e, ta v'.y.Yji'/pia
toö ziGapwäou. 2 Wie dem auch sei, die Thatsache ist vorhanden,
dass sich ziemlich rasch in den heiligen Gelassen des Tempels
der jungfräulichen Göttin Schätze ansammelten.
Diejenigen Weihgegenstände nun, welche im Pronaos,
Hekatompedos und Parthenon waren, und den Metallschatz
der Athena imOpisthodom verwalteten vor Euklid die Schatzmeister
der Göttin; die Schatzmeister der anderen
Götter hatten gleichfalls einen Theil der Nachzelle zu ihrer Verfügung,
wo sie die Gelder dieser Götter und gewisse Werthgegenstände,
wie (fidlca und ap.^op^i; aufbewahrten. 3 Es entsteht
1 Vgl. über das Gesagte: Michaelis: Parthenon p. 291, 296 ff. und Böckh
a. a. O. bes. XIIa, (C. I. Gr. nr. 150). Z. 15 ff. und Z. 30—32.
2 Böckh a. a. O. XII a, Z. 35, 36.
2 C. 1. A. 1. Frg. c, 196, 197. Frg. h, 206, 207. Frg. i, 208, 209.