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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Fellner.

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tvjc  xdfjwTOj?  zpuTavsta?.  Ebenso  scheinen  die  Aufseher  der  Werfte,
da  sie  keine  eigene  Casse  hatten  und  doch  zu  verschiedenen
Zeiten  Gelder  eingezahlt  erhielten,  dieselben  unmittelbar  den
Generaleinnehmern  übergeben  zu  haben  (a.  a.  O.  p.  57  und
p.  484  und  485).
Auf  alle  Fälle  ist  damit  vollkommen  sicher  gestellt,  dass
die  in  Inschrift  nr.  38  genannten  xaTaßaXXsgsva  -/p-fp.a-a  nicht
gerade  solche  gewesen  sein  müssen,  zu  denen  der  Staat  im
Falle  der  Noth  seine  Zuflucht  nahm,  sondern  es  können  auch
andere  Gelder  darunter  gedacht  werden,  die  im  Laufe  des
Jahres  eingegangen  sind.  Und  ich  glaube,  dass  wir  das  wirklich
hier  nach  dem  Inhalt  der  Inschrift  anzunehmen  haben.  Dem
Phanokritos  aus  Parion  am  Hellespont  wird  eine  bereits  von  den
Feldherren  ausgesetzte  Belohnung  an  Geld  auch  von  der  Volksversammlung ­
  zugesprochen,  weil,  wenn  man  dessen  Aussagen
befolgt  hätte, 1  ein  feindliches  Geschwader  abgefangen  worden
wäre.  Mit  der  Auszahlung  dieser  Summe  wird  man  in  Athen
sich  nicht  beeilt  haben.  Phanokritos  konnte  warten,  bis  wieder
Gelder  eingingen,  auch  wenn  dies  erst  zu  Anfang  des  Jahres
geschehen  wäre.  So  viel  über  den  zweiten  Punkt  der  Erörterungen
von  W.  Hartei.
In  Betreff  der  Auffassung  des  citirten  Textes  scheint
mir  die  Deutung  des  letzteren  Gelehrten  im  Ganzen  der  von
Böckh  vorzuziehen  zu  sein.  Der  Aorist  p.spicuciv  ist  gewiss
mit  dem  Perfect  zu  geben.  Nur  halte  ich  dafür,  dass  der  Satz
szsioav  Ta  sv.  vtöv  vöp.wv  gepiawciv  in  das  Deutsche  zu  übertragen
wäre:  sobald  sie  die  gesetzlich  bewilligten  Summen
aufgebracht  haben,  wenn  man  die  von  mir  gebrachte  Erklärung ­
  der  Inschrift  acceptirt.
In  neuester  Zeit  ist  noch  eine  weitere  Inschrift  gefunden
worden,  welche  in  die  Competenz  der  Apodekten  einen  lehrreichen ­
  Einblick  gewährt.  Es  ist  dies  das  Ehrendecret
der  Söhne  des  bosporanischen  Fürsten  Leukon,  enthalten  im

1  Vgl.  Kirchhoff,  Abhandl.  d.  Bert.  Akad.  1861,  p.  601  ff.  und  Schäfer  im
Philologus  XVII.  1860.  S.  160.
            
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