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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Fellner.

zeigen:  xapiai  xap.fSocav  'EXXrjvoxaufat;  oder  'EXXy]voxap.iai(;
zapeSoÖi).
Man  findet  aber  auch,  dass  in  diesen  Rechnungsablagen
der  Schatzmeister  die  Formeln  Vorkommen:  GxpaxYJYoT?  “jcocpeSoOvj,
äOXcOsxatc  zapsSoOvj,  ispozofoi?  zapeäößnj,  xpnrjpayw  ....  zapsScOr;
(C.  I.  A.  I.  188,  189.)  Es  fragt  sich,  wie  wir  diese  Ausdrücke ­
  deuten  sollen.  Man  könnte  meinen,  dass  sie  dasselbe,
wie  die  früher  in  ihrem  vollen  Wortlaute  erwähnten  besagen.
Es  Hesse  sich  annehmen,  dass  die  Worte  zapa  xaiv  ‘EXX^voxapUdv
zu  substituiren  seien.  Dem  widerspricht  aber  die  ganze  Fassung
dieser  Steinurkunden,  wie  unter  andern!  zeigt:  eicl  xrjs  ’Aviioyßo;
ofSöv]?  zpuxavsuoöuv)!;  Seuxe[pa  ijp.ipa  x‘7jc  zpuxa]vefa[c]  'EXX^voxapda  zal
zccpeSpw,  <l>!Xop.^[X(i)  M]  apaOwvuo,  y.al  cxpar/JYÜ  sv  xio  0epp.aiw  y.eXzlw
(C.  I.  A.  I.  182,  183.  d.  Z.  17—19!  p.  82).
Man  muss  gerade  auf  Grund  dieser  letzteren  Worte
schliessen,  dass  die  Tempelschätze  in  doppelter  Weise  von  den
Schatzmeistern  der  Göttin  verausgabt  wurden,  erstens  durch
die  Vermittlung  der  Hellenotamien,  dann  direct  an  bestimmte
Personen  und  Behörden  selbst.  Ersterer  Fall  war  der  regelmässige ­
  und  gewöhnliche.  Letzterer  dürfte  nur  auf  specielle
Anordnung  der  Volksversammlung,  in  welcher  die  Anleihe  beschlossen ­
  wurde,  eingetreten  sein.
Obwohl  bisher  nur  die  Rede  war  von  Anleihen,  welche
bei  dem  Schatze  der  Athena  gemacht  wurden,  so  ist  doch  ebenso ­
  festzuhaltcn,  dass  auch  bei  den  Schatzmeistern  der  anderen
Götter  geborgt  wurde,  wie  aus  nr.  273  p.  148  hervorgeht.
Die  Gelder,  von  denen  wir  gesprochen  haben,  sind  solche,
welche  das  Volk  bei  den  Schatzmeistern  der  Göttin  oder  der
anderen  Götter  auslieh.  Es  wurde  aber  auch,  wie  aus  Thukydides
  deutlich  genug  hervorgeht,  der  grosse  Staatsschatz,
welchen  die  Hellenotamien  zu  verwalten  hatten,  während  des
peloponnesischen  Krieges  vollständig  aufgebraucht.  Da  derselbe
mit  den  Schätzen  der  Athena  verwahrt  wurde,  so  mussten
die  Schatzmeister  dieser  Göttin  bei  der  Auslieferung  von  Staatsgeldern ­
  betheiligt  gewesen  sein,  wohl  nur  in  der  Art  und
Weise,  dass  sie  die  Nachzelle  des  Parthenon  öffneten  und  die
Summen  den  Hellenotamien  ausfolgten,  welche  deren  Verrechnung ­
  allein  zu  besorgen  hatten.  Leider  sind  von  Seite  der
Hellenotamien  keine  Rechnungsablagen  vorhanden.  Ich  bin
            
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