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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Fellner.

und  wendet  sich  gegen  den  heranziehenden  König  Pleistoanax.
Nachdem  es  ihm  gelungen  ist,  die  Spartaner  zum  Rückzug  zu
bewegen,  betreibt  er  neuerdings  die  Unterjochung  Euböas
(1.  114).
Man  darf  aber  in  der  Annahme  von  solch’  ausserordentlichen
Gewalten  nicht  zu  weit  gehen.  Ob  z.  B.  die  Worte  bei  Thukydides:
  ILp’.zXec'jc  Bczaxou  aüxoü  cxpaxr ( yoCivToc  £vajp.ay^t;av  :xpbc  Tpa-pa
xvj  vrj<7(j)  (samischer  Krieg,  1.  116.)  und  rkpr/.Av;:  o  SavGiraxou  xxponrflbp
wv  ’Aönjvaftov  Sszaxoi;  autoc  (Ausbruch  des  pel.  Krieges,  2.  13)  so
zu  deuten  seien,  dass  Perikies  damals  eine  autokratore  Stellung
hatte,  ähnlich  wie  die  nach  Sicilien  abgehenden  Feldherren,
Alkibiades,  Nikias  und  Lamachos,  von  welchen  es  Thukydides
ausdrücklich  besagt  (6.  8),  dürfte  bezweifelt  werden  können.
Es  wäre  sonderbar,  warum  der  Schriftsteller  gerade  diesen
Ausdruck  von  den  drei  Feldherren,  welche  nach  Sicilien  geschickt ­
  wurden,  gebrauchte  und  nicht  von  Perikies,  wenn  er
damals  Giparqybs  auxozpaxwp  gewesen  wäre.  Der  Ausdruck
auxczpdxwp  hat,  wenn  wir  uns  die  Worte  bei  Thukydides  vergegenwärtigen, ­
  den  Sinn,  dass  die  betreffenden  Feldherren  eine
absonderliche,  eine  Ausnahmsstellung  bekamen,  wohl  in  Rücksicht ­
  darauf,  dass  sie  mit  einer  so  grossen  Macht  auf  ganz
ungewisse  Zeit  in  entfernte  Gegenden  geschickt  wurden.
Die  andere  Ausdrucksweise  und  die  Fassung,  in  der  sie
gebraucht  wird,  lässt  auf  eine  autokratore  Stellung  in  diesem
Sinne  nicht  schliessen.  Wenn  Gilbert  (a.  a.  0.  p.  43.)  behauptet, ­
  dass  die  Worte:  kmpaxippv.  Sk  Ntxla?  o  Nr/.vjpdxc’j  xptxo?  abtbc,
(Thuk.  4,  42)  zu  erklären  sind:  ,Nikias  nahm  unter  den  drei
die  Expedition  gegen  das  korinthische  Gebiet  commandirenden
Strategen  die  Stelle  des  Oberbefehlshabers  ein',  so  werden  wir
ihm  für  die  gewiss  richtige  Erklärung  dieser  Worte  sehr  dankbar
sein,  wenn  er  aber  dann  weiter  geht  und  bemerkt,  dass  Perikies
als  srpompfbs  osza-rop  auxcc  der  oberste  unter  den  zehn  Feldherren
und  daher  Gtpx-.rpfoc  auxozpaxwp  war,  so  wird  das  nicht  zugestanden
werden  können.  Der  Schriftsteller  will  damit  nur  ausdrücken,
dass  in  diesem  Feldzug  alle  zehn  Strategen  verwendet  wurden
und  Perikies  derjenige  war,  welcher  das  Obercommando  führte.
Es  ist  ja  auch  sehr  natürlich,  dass,  als  nach  Auflösung
des  diplomatischen  Verkehrs  zwischen  Athen  und  Sparta  die
athenische  Land-  und  Seemacht  auf  den  Kriegsfuss  gesetzt
            
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