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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Historische  Forschungen  in  der  Bibliothek  zu  St.  Petersburg.

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I.  Theologia  iii  8°  membrana.
62.  Psalterium  germanicum.  Cod.  memb.  de  anno  1253.
Sec.  XIIT,  pag.  279.  Sig.  26  (Z.  663).
63.  Breviarium  iuxta  Ord.  Cistercien  post  an.  1267.  Cod.
memb.  pag.  277.  Sig.  30  (G.  116).
64.  Processionale  ad  usum  fratrum  Praedicatorum  in  Polonia
  circa  1450.  Cod.  memb.  Sec.  XV.  Sig.  114.  Z.
65.  Breviarium  Benedictinum  ad  usum  Poloniae  circa
1476.  Cod.  memb.  Fol.  97.  Sig.  122  (Z.  1212).
66.  Regula  sti  Benedicti,  scripta  1466.  Was  diesen  Codex
wichtig  macht,  ist  der  Anhang:  De  imitatione  Christi  libri
quatuor,  mit  der  ausdrücklichen  Bemerkung,  dass  der  Verfasser
Johann  Gersen  heisse.  Cod.  memb.  Sec.  XV,  pag.  284.  Sig.  121,
bei  Dubrowski  84.  Wir  haben  Nr.  52  den  Verfasser  Thomas
a  Kempis  genannt.  Wer  ist  demnach  der  Verfasser  des  goldenen ­
  Büchleins  ,De  imitatione  Christi?'  Nach  dem  literarischen
Handweiser,  Jahr  1878  Nr.  13,  war  der  erste,  welcher  dem
Thomas  von  Kempen  (Regularcanoniker  vom  heiligen  Augustin)
die  Autorschaft  des  oberwähnten  Büchleins  absprach,  ein
Spanier  in  einer  anonymen  Schrift  des  Jahres  1604;  dieselbe
führt  den  Titel:  ,Apparejos  para  administrar  el  sacramento  de
la  Penitenzia'.  Der  Jesuit,  Petrus  Manriquez,  soll  der  Verfasser ­
  derselben  sein.  Petrus  meinte,  das  Buch  werde  schon
vom  heiligen  Bonaventura  erwähnt,  was  sich  jedoch  bald  als
unwahr  erwies.  Mittlerweile  aber  hatte  sich  der  Benediktinerabt, ­
  Cajetan  von  St.  Barontius,  in  Rom  des  Fundes  bemächtigt,
da  ihm  zu  gleicher  Zeit  eine  Handschrift  der  Imitatio  zugestellt ­
  wurde,  von  der  er  glaubte,  sie  stamme  aus  dem  13.  Jahrhunderte; ­
  dieselbe  hatte  am  Ende  des  vierten  Buches  die
Notiz:  ,explicit  über  quartus  et  ultimus  abbatis  Iohannis  Gersen'.
Darauf  unternahm  Cajetan  eine  wissenschaftliche  Reise  durch
Italien,  um  die  verschiedenen  Handschriften  der  Imitation  in
den  einzelnen  Bibliotheken  zu  untersuchen,  und  als  er  nun  zu
Polirona  bei  Mantua  einen  zweiten  Codex  entdeckte,  -welcher
dem  Abte  Gersen  die  Autorschaft  des  Buches  zuschrieb,  trug
er  kein  Bedenken  mehr,  dasselbe  dem  Thomas  von  Kempen
abzusprechen,  und  für  Abt  Gersen,  den  er  ohne  Beweis  zum
Benediktinerabte  macht,  zu  reclamiren.  Seine  Ausgabe  erschien
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