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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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H  öf  ler.

Sie  machen  Thracien  zur  Wüste,  zerstören  die  Städte,  ermorden
die  Einwohner  oder  verkaufen  sie  in  weite  Ferne  in  die  Sklaverei, ­
  Feld,  Wald  und  Weinberg,  aller  Anbau  geht  zu  Grunde
und  die  einzige  Frucht  der  Erhebung  des  neuen  Reiches  von
Trnowo  ist  Vernichtung  der  romäischen  Cultur  und  soweit
Wlachen  und  Skythen,  Rumänen,  können,  des  romäischen
Volksstammes.  Thracien  sollte  nur  für  wilde  Thiere  Wohnstätte ­
  sein. 1  Ein  nicht  unbedeutender  Fingerzeig  in  Betreff
der  Wlachen,  die  jetzt  die  grosse  Rolle  spielen  und  nicht  blos
auf  dem  rechten  Donauufer  Niederlassungen  haben,  ist  der,
dass  bei  der  Auflösung  des  romäischen  Reiches  der  Angelos
und  der  Begründung  eines  lateinischen  nicht  blos  in  Nicäa,
Herakleia,  Sinope  und  Trapezunt  neue  griechische  Staaten  entstehen, ­
  sondern  auch  Sguros  Leon  einen  in  Korinth  und  Nauplion
  gründet, 2  Chamaretos  Leon  in  Sparta,  Michael  aus  dem
Geschlechte  der  Sebastokrators  Joannes  in  Nikopolis  und  Durazzo
  (Epidamnos),  der  lateinische  Markgraf  Bonifacius  in
Thessalonike  und  Nieder-Thessalien,  in  Ober-Thessalien  aber,
das  jetzt  Gross-Blachien  genannt  wird,  ein  anderer  Fürst  sich
aufwarf,  den  Niketas  nicht  namentlich  anführte.  Aber  auch
der  Franke  Robert  von  Clary,  der  in  französischer  Sprache
den  Kampf  der  Lateiner  mit  den  Grien,  den  Griechen,  und  die
Eroberung  von  Constantinopel  1204  beschreibt,  kennt  den  Todfeind ­
  der  Lateiner  und  Romäer,  Johannes  nicht  anders  denn
als  Johans  li  Blaks 3  und  ebenso  seinen  Neffen  und  Nachfolger,
nachdem  der  heil.  Demetrius  den  ersteren  im  October  1207  bei
nächtlicher  Weile  erschlagen.  Es  waren  Könige  von  Wlachien,
rois  de  Blakie.  In  gleicher  Weise  drückt  sich  Geoffroi  de
Villeharduin  aus:  Johannis  li  rois  de  Blakie;  nur  gebraucht
er  auch  den  Ausdruck  le  roy  de  Blakie  et  de  Bougrie. 5  Der
neu  französische  Ueber  setzer  aber  nahm  sich  die
unhistorische  Freiheit,  daraus  le  Bulgare  oder
roy  de  Bulgarie  zu  machen,  was  nachher  in  unsere

1  Niketas  III,  14.  15.
2  p.  841.
3  Hopf,  Chroniques  greeo-romaines  p.  83.
4  1.  c.  p.  80,  aber  gleich  darauf  wieder  le  rois  de  Blaquie.  Vergl.  p.  84.
87.  88.  91.  95.  99.  100.
            
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