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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Abhandlungen  ans  dem  Gebiete  der  slavischen  Geschichte  I.

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dieses  kehrte  Asan  mit  gewaltiger  Unterstützung  der  Kuinanen
zurück  und  nun  trachtete  er  darnach,  aus  Blachen  und  Bulgaren
Ein  Reich  zu  machen, 1  wie  es  früher  gewesen  war.  Dies  war
somit  das  zweite  Stadium  der  Erhebung.  Im  nächsten  Kampfe
erbeuteten  Peter  und  Asan  das  kaiserliche  Banner  und  die
kaiserlichen  Gewänder  und  schmückten  sich  damit. 2  Dann  erfolgte ­
  der  neue  Blachen  krieg, 3  der  Kampf  des  Kaisers  mit  den
Blachen  und  Kumanen  bei  Berrhoea,  die  Gefangennahme  der
Gemahlin  des  Asan  und  die  Auslieferung  seines  Bruders
Johannes  als  Geisel;  der  Krieg  wurde  schlecht  geführt.  Als
der  Feldherr  Constantinos  Aspietes  dem  Kaiser  Isaak  bemerkte,
das  Heer  könne  nicht  zugleich  gegen  die  Blachen  und  den
Hunger  kämpfen,  liess  ihm  der  Kaiser  die  Augen  ausstechen.
Die  Blachen  hatten  ihre  Burgen  uneinnehmbar  gemacht,  verheerten ­
  mit  den  Kumanen  die  römischen  Provinzen,  der  Kaiser
verlor  (1190)  Heer  und  Hauptschmuck  (•/.aitv). 4  Die  Beschreibung, ­
  die  Niketas  von  dem  Treiben  des  Kaisers  Isaak  Angelos
macht,  bestätigt  vollkommen,  was  er  berichtet,  dass  die  wlachischen
  Brüder  nichts  so  sehnlich  gewünscht  als  Erhaltung  dieses
Kaisers,’’  dessen  Unfähigkeit  den  Wlachen  und  ihren  skythischen
  Freunden  den  Sieg  ihrer  Waffen  verbürgte.  Konnten
denn  doch  ihre  Schaaren  mit  den  Waffen  ausgerüstet  werden,
die  die  flüchtigen  Romäer  in  den  Engpässen  verloren,  die  ihre
wie  die  Ziegen  kletternden  Leute  ihnen  abgenommen. 6  Sie
sind  es,  Wlachen  und  Kumanen,  die  fortwährend  mit  Isaak
Angelos  Heeren  kämpfen, 7  die  Blachen  sind  es,  welche  siegen. 8

1  Die  Stelle  ist  sehr  merkwürdig-:  tt)v  iS»  lljtrüv  xal  icov  BouXydpwv  5-jvaaiEtav
  sic  -  Ev  auva^oua'.v  tos  ndXa:  -ois  fjV.  p.  489.
2  ra  Xpu'joüoi]  ooü^a  Tou  v.a'.GCLpoq  —  xal  za  Qp.dfXouXa,  p.  490.
3  osuxspav  xaid  tüjv  Bax/ti>v  s!-6pp.Y]aiv,  p.  516.
4  p.  569.
3  ro:  a-j-wv  ßaaiXs-jöv-cov  (die  Angeli)  e-t  xal  zzi  -d  Zfov  BXdytov  upoaE":owaouat
—£  xal  jiEysOovö^aE-a!,  p.  572.  573.
6  Aber  nicht  Bulgaren,  sondern  Wlachen  und  Kumanen.
7  Niketas  III,  8.
8  1.  c.  p.  589.  600.  612.  Niketas  weiss  selbst,  dass  ’lßayxb;  (Ivanko)  der
wlachische  Name  für  Johannes  war.  Es  war  dies  der  Mörder  des  Johannes
Asan  1196.  —  p.  624.  643.  691,  wobei  immer  Wlachen  und  Kumanen
vereinigt  gegen  die  Romäer  kämpfen  und  endlich  auch  die  Russen  gegen
sich  haben.  BÄa/cxo:  xal  XxoÖtxol,  p.  824.  837.  852.
            
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