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H öfler.
Michael für einen Erzbischof begehrte, er selbst aber verlangte
eine Fahne zum Geschenke, mit welcher der neue König
Kroatiens päpstlicher Seits ausgerüstet worden war. Die Dinge
geriethen aber in der nächsten Zeit ins Schwanken, da der
Einbruch des päpstlichen Vasallenherzogs Robert Guiscard in
das romäische Reich erfolgte, das Königreich Kroatien mit der
Krone von Ungarn vereinigt wurde, endlich die siegreiche Ausbreitung
der romäischen Herrschaft unter Manuel dem Komnenen
1143—1181 bis an die Adria erfolgte, Ungarn eine Zeit lang
mit dem romäischen Reiche vereinigt zu werden schien und
selbst der König von ,Tschechin', 1 Wladislaus von Böhmen, Vasall
des romäischen Kaisers wurde, der die Vereinigung der beiden
Kaiserthümer, des deutschen und romäischen, im Streite Papst
Alexanders mit Friedrich I. durchzusetzen hoffte.
Da erscheint plötzlich eine Nationalität, die bisher nur
bestimmt gewesen zu sein scheint, von Slaven, Bulgaren, Romäern,
Petschenegen, Kumanen überritten zu werden, an der
Spitze neuer Ereignisse.
Die südslavische Welt hatte damals ihren Mittelpunkt
nicht mehr an der Donau, sondern in Ochrida und dem serbischen
Dioclea, für welches das Erzbisthum von Antivari
begründet wurde, das selbst der serbische Primatialsitz wurde.
Lateinische Bisthtimer, die nachher verschwanden, 2 entsprachen
der lateinischen (römischen) Bevölkerung der Küste. Im
Innern des Landes aber treten die Nachkommen römischer
Provincialen als Wlachen auf, die mitten unter den Bulgaren
sitzen, so dass die Städte Ochrida, Prespal, Perlepe, Belgrad
in Ober-Macedonien als walachisch-bulgarisch erscheinen. 3
Noch im vierzehnten Jahrhundert wohnten in Cattaro, Antivari,
Dulcigno, Svac, Scutari, Drivasto Lateiner, im zwölften
Jahrhundert aber sprachen nach Wilhelm von Tyrus (f 1188)
wohl die Einwohner des inneren Dalmatiens slavisch, aber
nicht die der Küstenstädte. Es gab Wlachen vor Allem in
Thessalien, das als Gross-Wlachien, p.syiXTj B'/.ayia, 1 bezeichnet
1 Wie Kynamos schreibt.
2 Episcopatus Swarinensis, Polatinensis, Arvastinensis, Svacinensis, Dnleinensis,
Sarcanensis. Theiner, Vet. monum. I, n. XIV.
3 Hopf, Griechenland S. 333.
4 Hopf S. 328—335.