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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Krall.

abzugeben,  finden  wir  in  denselben  eine  Reibe  von  Synchronismen ­
  aus  anderen  Geschichten  herangezogen.  Die  Betrachtung ­
  derselben  zeigt  uns,  dass  unser  Autor  die  ägyptische
Chronographie  nicht  nach  einer  fremden  umgemodelt  hat,  sondern ­
  vielmehr  den  Manethonischen  Angaben  genau  gefolgt  ist.
Wir  haben  schon  festgestellt,  dass  die  scheinbare  Uebereinstimmung
  der  nop,oi  des  Africanus  mit  den  Angaben  des  Josephus
  über  den  Auszug  der  Hyksos,  das  Werk  eines  Spätem,
vielleicht  des  Africanus  selbst,  ist;  es  erübrigt  uns  noch
darzuthun,  wie  die  Anmerkung  des  Africanus  zu  dem  ersten
Könige  seiner  XVIII.  Dynastie  zu  verstehen  sei:  if’  oo  Mwürij?
scTj/.Oev  e;  Alybrzoi),  w;  r/J.els  awoSstzvup,sv  •  ü:  S’yj  ^apouaa  iMjso?
ävay/.äusi,  sxt  toutou  tgv  Moiiicea  oi»[*ßaivst  veov  Zv.  eivat.  Nach
Africanus  fand  der  Auszug  unter  Amosis  statt,  Manetho  hatte
dagegen  denselben  unter  einem  Könige  Amenophis  angesetzt
—  wir  werden  an  einer  anderen  Stelle  1  auf  diese  Frage
zurückkommen  —  und  so  fand  auch  Africanus  in  den  tojjwi  den
Auszug  unter  dem  längere  Zeit  nach  Amosis  lebenden  Könige
Amenophis  verzeichnet  und  konnte  daher  mit  Recht  sagen,
Moses  sei  den  ihm  vorliegenden  tsj/oi  zufolge  zu  der  Zeit,  da
er  (sc.  Africanus)  den  Auszug  ansetzte,  noch  ein  Knabe  gewesen.
Diese  Unabhängigkeit  unseres  Anonymus  von  der  griechischen, ­
  und  besonders  der  jüdischen  Chronographie  würde
uns,  auch  wenn  wir  es  nicht  aus  seinem  eigenen  Munde  wüssten,
ein  deutlicher  Beweis  dafür  sein,  dass  er  ein  Aegypter  gewesen
ist.  Leider  lässt  sich  die  Zeit,  in  der  er  geschrieben  hat,  nicht
näher  fixiren;  wir  können  nur  sagen,  dass  er  älter  als  Josephus
  ist,  da  demselben,  wie  wir  gesehen  haben,  die  schon
Vorlagen.  Wäre  die  Vermuthung  Letronne’s  [La  statue  vocale
de  Memnon]  richtig,  dass  die  Anmerkung  der  Tcp.ot  zum  Könige
Amenophis  (XVIII,  8)  ciho?  eextv  5  Mst/vwv  eh  sc.  vc;j.u£;j.;'/ss  -/.sei
(pösyyop.svoc  XiBog  erst  nach  dem  im  Jahre  27  v.  Chr.  eingetretenen ­
  Erdbeben  geschrieben  sein  könne,  so  hätten  wir  einen
weiteren  Anhaltspunkt  für  das  Zeitalter  unseres  Anonymus  gewonnen ­
  —  er  müsste  unter  einem  Kaiser  der  julisch-claudischen
Dynastie  geschrieben  haben.  Unger 2  hat  jedoch  dargethan,

1  ,Tacitus  und  der  Orient 4 ,  II.  Wien  bei  Konegen.
2  Chronologie  p.  190.
            
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