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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Manethonisches  Geschichtswerlc.

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mächtig,  und  für  die  Erhaltung  der  Ueberreste  des  sich  auflösenden ­
  altägyptischen  Wesens  besorgt.  Die  Vorliebe  für
Mittheilung  von  Dingen  rein  antiquarischen  Interesses,  die
Hand  in  Hand  geht  mit  einer  Hinneigung  zum  Wunderlichen,
wird  uns  daher  in  seinem  Werke,  den  xopot,  1  nicht  überraschen.
Sie  zeigen  uns  ein  Gemisch  genauer  und  ungenauer  Angaben,
die  bunt  durcheinander  gewürfelt  sind,  und  die  ganz  von  einander ­
  zu  scheiden,  bei  dem  jetzigen  Stande  unserer  Kenntniss
der  Denkmäler,  nicht  möglich  ist.
Seine  xsgo!  waren  ganz  tabellarisch  eingerichtet;  die  gleichzeitig ­
  herrschenden  Königsgruppen  waren  einander  gegenübergestellt ­
  —  so  waren  für  die  Zeiten  der  Hyksosherrschaft  zwei
Rubriken  nöthig,  auf  der  einen  Seite  standen  die  Hyksos,  auf
der  anderen  die  thebanischen  Fürsten  —  ebenso  waren  die
legitimen  von  den  nicht  legitimen  Königen  geschieden,  wie  wir
dies  für  Achu-n-aten  und  seine  Nachfolger,  sowie  für  Amenemes
  und  Thuoris  beobachtet  haben.  Nach  Ablauf  von  Zeiträumen, ­
  die  als  ein  Ganzes  hingestellt  werden  sollten  —  Hyksoszeit
  —  oder  nach  Königsreihen,  die  wenn  nicht  den  Familien,
so  doch  der  Residenz  nach  als  zusammengehörig  betrachtet
werden  konnten  —  Thebaner,  Herakleopoliten  —  pflegt  unser
Anonymus  gewisse  zusammenfassende  Zahlen  zu  geben.  Dort
wo  bestimmte  Angaben  bei  Manetho  fehlten,  schreckte  unser
Gewährsmann,  wie  wir  bei  der  Zahl  518  dargethan  haben,  vor
willkürlichen  Combinationen  nicht  zurück.
Seine  Abtheilung  der  xäj/.ot  hat  er  nicht  im  Anschlüsse  an
die  Manethonischen  ßtßkot  gemacht,  sondern  sich  der  von  Manetho
(vgl.  oben  S.  189)  angegebenen  Coincidenzpunkte  des  festen  und
des  Wandeljahres  bedient.  Dadurch  wurden  Königsreihen,  die,
wie  wir  noch  ganz  deutlich  erkennen  können,  bei  Manetho  ein
Ganzes  bildeten,  gewaltsam  auseinander  gerissen.  So  wurden
die  thebanischen  Amenemhä’s  auf  den  ersten  und  zweiten,  die
Ramessiden  auf  den  zweiten  und  dritten  x6\i.zc  vertheilt.
Entsprechend  der  Aufgabe  der  xi\j.oi,  eine  Grundlage  für
die  Vergleichung  der  ägyptischen  und  fremden  Chronographie
1  II,  2:  £©’  ou  ot  ßo££  ’A-u  £v  Mepcpa  xat  MveuTc  ev  'HXioujcoXet  xat  6  Mev&jaiog
xpayo;  ivo^i'aO^ffav  eTväi  Qeo(.  III,  2:  xat  T7jv  ota  £e<tt(ov  Xt'Ocov  otxooouiav  Eupato.
XXV,  1  :  £<p’  oü  apvfov  £<p6£y£aro.

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