Manethonisches Geschichtswerlc.
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mächtig, und für die Erhaltung der Ueberreste des sich auflösenden
altägyptischen Wesens besorgt. Die Vorliebe für
Mittheilung von Dingen rein antiquarischen Interesses, die
Hand in Hand geht mit einer Hinneigung zum Wunderlichen,
wird uns daher in seinem Werke, den xopot, 1 nicht überraschen.
Sie zeigen uns ein Gemisch genauer und ungenauer Angaben,
die bunt durcheinander gewürfelt sind, und die ganz von einander
zu scheiden, bei dem jetzigen Stande unserer Kenntniss
der Denkmäler, nicht möglich ist.
Seine xsgo! waren ganz tabellarisch eingerichtet; die gleichzeitig
herrschenden Königsgruppen waren einander gegenübergestellt
— so waren für die Zeiten der Hyksosherrschaft zwei
Rubriken nöthig, auf der einen Seite standen die Hyksos, auf
der anderen die thebanischen Fürsten — ebenso waren die
legitimen von den nicht legitimen Königen geschieden, wie wir
dies für Achu-n-aten und seine Nachfolger, sowie für Amenemes
und Thuoris beobachtet haben. Nach Ablauf von Zeiträumen,
die als ein Ganzes hingestellt werden sollten — Hyksoszeit
— oder nach Königsreihen, die wenn nicht den Familien,
so doch der Residenz nach als zusammengehörig betrachtet
werden konnten — Thebaner, Herakleopoliten — pflegt unser
Anonymus gewisse zusammenfassende Zahlen zu geben. Dort
wo bestimmte Angaben bei Manetho fehlten, schreckte unser
Gewährsmann, wie wir bei der Zahl 518 dargethan haben, vor
willkürlichen Combinationen nicht zurück.
Seine Abtheilung der xäj/.ot hat er nicht im Anschlüsse an
die Manethonischen ßtßkot gemacht, sondern sich der von Manetho
(vgl. oben S. 189) angegebenen Coincidenzpunkte des festen und
des Wandeljahres bedient. Dadurch wurden Königsreihen, die,
wie wir noch ganz deutlich erkennen können, bei Manetho ein
Ganzes bildeten, gewaltsam auseinander gerissen. So wurden
die thebanischen Amenemhä’s auf den ersten und zweiten, die
Ramessiden auf den zweiten und dritten x6\i.zc vertheilt.
Entsprechend der Aufgabe der xi\j.oi, eine Grundlage für
die Vergleichung der ägyptischen und fremden Chronographie
1 II, 2: £©’ ou ot ßo££ ’A-u £v Mepcpa xat MveuTc ev 'HXioujcoXet xat 6 Mev&jaiog
xpayo; ivo^i'aO^ffav eTväi Qeo(. III, 2: xat T7jv ota £e<tt(ov Xt'Ocov otxooouiav Eupato.
XXV, 1 : £<p’ oü apvfov £<p6£y£aro.
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