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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

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Krall.

dass  selbst  der  König  von  Aegypten  sich  beeilte,  ihm  eine
Reihe  von  Geschenken  zu  senden.  1  Halten  wir  dies  alles  zusammen, ­
  so  kommen  wir  zu  dem  Ergebnisse,  dass  Buiu-uaua, 2
der  Ahnherr  der  Familie  Scheschonks,  zum  assyrischen
Markgrafen  gegen  Aegypten  von  Tiglath-pilesar  I.  eingesetzt
worden  sei.
Mit  Tiglath-pilesar  I.  Niederlage  bei  Hekali,  zerfiel  die
assyrische  Macht;  den  assyrischen  Grenzgrafen  gelang  es,  allem
Anscheine  nach,  Dank  der  Waffenmacht,  die  ihnen  Tiglathpilesar
  I.  mitgegeben  hatte,  sich  an  der  Grenze  Aegyptens  zu
behaupten.  Nunmehr  unabhängig  von  Assyrien,  welches  nur
mit  Mühe  sich  der  Angriffe  der  benachbarten  Völker  erwehren
konnte,  traten  Buiu-uaua  und  seine  Nachfolger  in  Verbindung 3
mit  den  Ramessiden,  denen  ihre  Unterstützung  im  Kampfe  gegen
die  Priester  und  Könige  von  Theben  nur  erwünscht  sein  konnte. 4

1  Auf  dem  zerbrochenen  Jag'dobelisken  von  Nimrud,  welcher  von  Asurnasirhabal
  herrührt,  wird  von  Geschenken  des  Königs  von  Musri
gesprochen  und  unter  denselben  ,ein  Namsuh  (Krokodil)  ein  .  .  .  des
Flusses,  und  Thiere  des  grossen  Meeres 1  (Mittelländisches  Meer)  erwähnt.
Schräder,  K.  u.  G.  p.  254  f.
2  Er  führt  auf  der  Inschrift  den  Titel  ~|  ^  AAAwv/fyjjj 1  Thehen,  dessen  Bedeutung ­
  wir  jedoch  festzustellen  nicht  in  der  Lage  sind.  Immerhin  erinnern

der  That  ein  Titel  und  kein  Bestandtlieil  des  Namens  ist,  zeigt  die  Stele
des  Pesonhor,  welche  vor  jedem  Namen  entweder  einen  Titel  oder

Lepsius  1.  1.  p.  288  A,  vgl.  jedoch  oben  p.  193  A  1.

3  Scheschonks  gleichnamiger  Grossvater  war  mit  der  ägyptischen  Prinzessin
Mehet-n-Usech,  dessen  Sohn  Nimrod  mit  Thentsepeh  vermählt.

,grosser  Fürst  von  oder  der  Mati‘,  finde  ich  vollständig  ausgeschrieben

bei  Tiglath  II.,  der  vor  seiner  Thronbesteigung

,grosser  Fürst  der  Mät‘  war  [vide  Lepsius,  Königsbuch  Nr.  600],  Tiglath
war  zugleich  ,grosser  Fürst  der  Maschuascha 1  (Maxyer).  Es  ist  daher  der
Titel,grosser  Fürst  von  Mäti 1  nicht  wie  Brugsch  (1.  1.  p.  644)  annimmt,
die  Benennung  eines  assyrischen  Grossherrn,  sondern  vielmehr  die  eines
Anführers,  eines  in  ägyptischem  Solde  stehenden  Volkstheiles  —  nach
unseren  Ausführungen.  die  uns  zur  Annahme  von  Birch  und  Lepsius,
            
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