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sich uns der Synchronismus Scheschonks Zug gegen Judäa
= 5. Jahr des Rehoboam dar. Die Reihe der Vorgänger Scheschonks,
Nimrod, Scheschonk, Pithut, Nebonescha, Mausan, die
wir nach Brugsch als assyrische Könige anzusehen hätten, 1
weist uns sonach in die Zeit, wo das Reich der Hebräer in
Folge günstiger Verhältnisse unter den Vorgängern Rehoboams,
Saul, David und Salomon im westlichen Asien eine bedeutende
Stellung einnahm. Syrien ist von der Natur selbst darauf
gewiesen, in der Geschichte keine selbstständige Rolle zu
spielen, es war immer der Zankapfel zwischen den Monarchien,
die entweder im Nilthale oder am Euphrat und Tigris sich erhoben
hatten — nur vorübergehend, wenn dieselben zerfielen,
hat es eigene Bedeutung erlangt. Die ägyptische Monarchie
war unter den letzten Ramessiden, in steten inneren Kämpfen
begriffen, gar nicht in der Lage, ihr Ansehen nach Aussen
geltend zu machen; die assyrische war nacli der Niederlage
Tiglath-pilesar I. durch die Babylonier bei Hekali, und nach
der unglücklichen Schlacht seines dritten Nachfolgers Assurrab-amar
unweit Karchemisch, die die vorübergehende Unabhängigkeit
Syriens begründete, ganz zerfallen. 2 Die nachfolgenden
Könige verloren allmälig alle ihre Eroberungen und
sahen sich bald auf ein kleines Gebiet in der unmittelbaren
Nähe ihrer Hauptstadt beschränkt, 3 bis endlich mit Tiglathadar
am Anfänge des neunten Jahrhunderts eine neue Erhebung
Assyriens begann. In dieser Zeit des Verfalls der ägyptischen
und assyrischen Monarchien erhob sich gewaltig das
Reich der Hebräer, unter David und Salomon reichte es von
der ägyptischen Grenze bis zum Euphrat und rothen Meere ;
1 Brugsch tlieilt dieselben wühl in assyrische Könige und Fürsten (auf
seiner Stammtafel der königlichen Familien der Dynastien XX—XXVI).
Der Unterschied ist jedoch keineswegs stichhaltig, da auf der Inschrift
des Pesonhor von Nimrod aufwärts alle Vorgänger Scheschonks als
als mit derselben Würde bekleidet, bezeichnet werden [Lepsius
1. 1. p. ‘288 A]. Es waren sonach Nimrod und seine Vorgänger, Buiuuaua
ausgenommen, insgesammt assyrische Könige oder es war es deren keiner.
2 Menant, Annales p. 53—50.
3 Rawlinson, The five great Mouarehies II. 80—83. Oppert, Histoire des
empires de Chaldee et d’Assyrie p. 61—G9. Menant, Annales p. 59—64.
Maspero, Histoire ancienne p. 342—543.