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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Muiictkouisclies  Gußchielitswerk.

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Ueberall  bieten  uns  die  Togo;  Abweichungen  dar,  nur  in  diesem
Cardinalpunkte  stimmen  sie  miteinander  vollkommen  überein
—  der  beste  Beweis,  dass  wir  es  hier  mit  einer  echt  Manethonischen
  Angabe  zu  thun  haben.  Ist  aber  dieser  Ansatz  von
Manetho,  dann  ist  auch  unsere,  schon  oben  (p.  128)  ausgesprochene ­
  Annahme,  dass  die  ägyptischen  Priester  in  ihren  heiligen
Schriften,  deren  Dolmetsch  Manetho  nur  sein  wollte,  den  Beginn ­
  der  Verschiebung  der  beiden  festen  Jahre  in  die  Zeit
der  Amenemha’s  gesetzt  haben,  vollkommen  gerechtfertigt.
Es  scheint  nun  nahe  zu  liegen,  und  in  der  That  ist  dies
auch  die  allgemeine  Meinung  der  Forscher,  dass  die  ßißhot  des
Manetho  den  einzelnen  Togo;  entsprechen.  Dagegen  spricht
jedoch  die  Nachricht  des  Josephus,  1  dass  Manetho  den  Einfall
der  Hyksos  in  seinem  ersten  Buche  behandelt  hat,  während
uns  dagegen  derselbe  erst  in  dem  zweiten  Togo;  entgegentritt
—  die  Togo;  laufen  demnach  nicht  parallel  mit  den  ßtßXot.  In
der  That  wird  uns  dies  nach  unseren  bisherigen  Ausführungen
gar  nicht  auffallend  erscheinen;  Manetho’s  Schrift  ist  ein  historisches, ­
  die  Togo;  sind  dagegen  ein  chronographisches  Werk;
Manetho  theilt  nach  historischen  Gesichtspunkten  sein  Werk
ab,  die  Verfasser  der  Togo;  hielten  sich  dagegen  an  die  Periode
der  Verschiebung  des  Wandeljahres  gegen  das  feste  Jahr,
deren  Epochen  ihnen  von  Manetho  gegeben  waren.
Die  XIX.  Dynastie  bietet  uns  einen  Synchronismus  mit
griechischer  Geschichte;  unter  ihrem  Könige  Thuoris  soll  nämlich ­
  Troja  eingenommen  worden  sein.  Ueber  die  Zeit,  in  welche
dieses  bedeutendste  Factum  ihrer  Vorgeschichte  anzusetzen
sei,  waren  die  Griechen  selbst  abweichender  Meinung.  Nach
Herodot  fiel  die  Einnahme  von  Troja  etwa  in  das  Jahr  1270
v.  Chr.,  nach  Thukydides  dagegen  in  das  Jahr  1209  v.  Chr.
Ephoros  setzte  die  Eroberung  in  das  Jahr  1156,  Timaios  gar
in  das  Jahr  1349  v.  Chr.  Mit  Zuhilfenahme  der  assyrischen
Zeitrechnung  fixirte  Ktesias  dieses  Ereigniss  auf  das  Jahr  1183
v.  Chr.,  ein  Ansatz,  der  später  von  Eratosthenes  und  Apollodor

1  Die  verlässliche  armenische  Version  des  Eusebius  hat:  et  hie  sane  Manethös
  in  primo  (libro)  rerum  egiptiacarum  hac  ratione  de  nobis  scribit.
Den  Listen  des  Africanus  und  Eusebius  zu  Liebe  wurde  das  ursprüngliche ­
  sv  T7j  TZpioirj  verwandelt  £v  “7)  oeuxipa.
            
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