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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 95. Band, (Jahrgang 1879)

Manethonisches  Gescliiclitswork.

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den  drei,  beziehungsweise  zwei  folgenden,  da  Eusebius  den
König  Ramesses  mit  60  Jahren  nicht  kennt.
Die  Denkmäler  bezeichnen  als  den  Nachfolger  des  Amenephtes
  seinen  Sohn  Seti  II.,  dem  Setinacht-Merer-Miamun  II.
folgte.  Beide  Könige  hatten  fortwährend  mit  Gegenkönigen
zu  kämpfen;  gegen  Seti  II.  erhob  sich  Amonmessu,  gegen
Seti-nacht  der  Gemahl  der  Ta-user,  Mineptah  Siptah.  Die
höchste  Regierungszahl,  die  von  irgend  einem  dieser  Könige
gefunden  worden  ist,  ist  das  dritte  Jahr  des  Siptah  —  es  hat
sonach  keiner  dieser  Könige  lange  regiert.  Unter  Seti-nacht
brachen  fremde  Völker  in  Aegypten  ein;  es  ist  die  Zeit  in
die  uns  das  von  Josephus  erhaltene  Manethonische  Fragment
über  die  Exodus  versetzt.  Nach  demselben  haben  die  fremden
Eindringlinge  dreizehn  Jahre  über  Aegypten  geherrscht,  nach
deren  Verlauf  es  Seti-nacht  —  warum  er  bei  Josephus  Amenophis
genannt  wird,  werden  wir  an  einem  anderen  Orte  zu  untersuchen ­
  haben  —  unter  Beistand  seines  Sohnes  Ramessu  gelang,
die  Feinde  aus  Aegypten  zu  vertreiben.  Ramessu  selbst
gibt  uns  in  dem  für  unsere  Wissenschaft  so  werthvollen  Papyrus ­
  Harris 1  die  officiellen  Belege  für  den  Manethonischen
Bericht.  Weder  Seti  II.  und  Seti-nacht  noch  ihre  Gegenkönige
Amonmessu  und  Siptah  können  nach  dem  Gesagten  mit  dem
Ramesses  des  Africanus  verglichen  werden,  dem  volle  60  Jahre
beigelegt  werden.  Anders  steht  die  Sache  bei  Seti-nacht’s
Sohne,  dem  erwähnten  Ramessu;  ganz  abgesehen  von  der  vollkommenen ­
  Uebereinstimmung  der  Namen,  ist  für  denselben
ein  hohes  Regierungsjahr  —  32  —  durch  den  schon  angeführten ­
  Papyrus  Harris,  das  sein  letztes  auch  nicht  gewesen
ist,  wohl  bezeugt.  Die  beiden  folgenden  Könige  sind  monumental ­
  leicht  erkennbar;  Amenemnes  ist  der  Gegenkönig  Amonmessu ­
  und  Thuoris  ist  die  Gemahlin  Siptah’s,  die  gewaltige
Tauser.  Die  tojaoi  huldigen  sonach  auch  hier  denselben  Grundsätzen ­
  wie  bei  der  XVIII.  Dynastie,  wo  auch  die  legitimen
Könige  bis  auf  Horus  vorgeführt  werden  und  erst  dann  die
Nebenkönige  nachfolgen  (p.  158  u.  187).  Nach  dem  Gesagten
lösen  sich  die  Abweichungen  in  den  Regierungsjahren  bei

1  Edd.  Bireh  und  Eisenlohr,  vgl.  Eisenlohr’s  Vortrag  über  den  Papyrus
Harris,  Chabas,  Recherehes  23—27,  Brugsch  1.  1.  589,
            
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