152
Krall.
mente, wie sie uns bei Josephus vorliegen; ihn müssen wir
nach den Grundsätzen der historischen Kritik, da Manetho’s
Werk verloren gegangen ist, als den ältesten Zeugen über
dasselbe vernehmen.
I. Capitel.
Die Fragmente des Josephus.
Die Manethonischen Fragmente bei Josephus behandeln
den Einfall der Hyksos, ihre Herrschaft über Aegypten, sowie
ihre Vertreibung durch das nationale Königthum, ferner die
Geschichte des Sethotis und Armais, in welche getrübte Erinnerungen
an den Kampf zwischen Sutech (Seth) und Harmachis
hineinspielen, endlich den Auszug der Juden, bei dem
Josephus näher verweilt. Zur Ausfüllung der Zeit, welche
zwischen diesen Ereignissen verflossen ist, dienen verschiedene
Königslisten, die von Synchronismen aus assyrischer und
griechischer Geschichte begleitet werden.
So wenig umfangreich und zusammenhängend diese Fragmente
auch sind, so geben sie uns doch ein ganz genügendes
Bild von der knappen und ernsten Darstellung Manetho’s, die
uns von Josephus theils wörtlich, theils auszugsweise wiedergegeben
wird. Hier ist es vor allem für uns wichtig festzustellen,
mit welchem Grade von Genauigkeit Josephus bei der
wörtlichen Wiedergabe Manetho’s vorgegangen ist, wobei uns
wohl zu Statten kommt, dass Josephus sich bei der Widerlegung
der Darstellung Manetho’s über den Auszug der Juden,
veranlasst sieht, dieselbe noch einmal vorzuführen. Die Vergleichung
dieser beiden Reproductionen des Manethonischen
Textes 1 zeigt uns, dass wir bei Josephus auch in den wört-1
I'26, 11: ’AvaXaßtuv xe xo'v xe zat 72 aXXa xa exeuh :J27a~:ij.^0:v72
tspa uöa, eu0u; Etc A?0torfav ävrjyOr, wird I 28, 10 wiedergegeben ’AptEvtoo’.v
et? xrjv AtOtoixlav $u0'u; avoSpavat, tov oe Wxtv za: xtva xüiv aXXajv
üpwv £ojü>v napaxEOEtx^vat rot? UpEuat 8iai»uAdxxEa0at xsX$uaavxa oder I 26,
13: Ol OE 5oXup.ixai . . . zai Oüxa; zat apaystc xoüxiov (sc. xßv Upöv tlt-Wt)
lepst; zat -pourjxa; flvayza£ov yiyvsaOat verwandelt sich I 28, 11 in xou;
'lEpoooXupiixa; . . . zat xou; tEpcac änoopäxxEtv. Ferner I 28, 5 fnä oysobv