142
Krall.
Fr. 40 Ptah
Fr. 141 Eä
Seb
Osiris [Isis]
Sutech
Horus 300 J.
Thot 226 J.
Mät (200) J.
Hör . . .
Rubrik.
Leider sind uns im Papyrus die Regierungen von nur drei
Gottheiten erhalten; wir sind jedoch aus einem anderen Monumente
im Stande uns zu vergegenwärtigen, in welcher Weise die
Aegypter bei der Bildung dieser Zahlen vorgegangen sind. Aus
den werthvollen von Naville herausgegebenen, von Brugsch
übersetzten Inschriften, 1 über den Kampf des Horus und Sutech
erfahren wir, dass ^^ ^Ep/ m
Anfänge der Tetraeteris 2 363 des Rä Harmachis“ das Ringen
der beiden gewaltigen Gegner begonnen habe. Die Aegypter
haben sonach die Ereignisse, welche sich nach ihrer Mythologie
im Laufe eines Jahres vollzogen, auf eine grosse Periode von
365 X 4 Jahren, deren einzelne Tetraeteriden den Tagen des
gemeinen Jahres entsprachen, übertragen. Wie in dem letzteren
Osiris, während der fünfzig Tage des Jahres, während
welcher der Samum über Aegypten weht, der Machtwaltung
des Sutech weichen muss, bis er in seinem Sohne Horus zu
neuer Kraft wiedererwacht, den Kampf mit Sutech während
der Epagomenen (361.—365. Tag) aufnimmt und seinen Gegner
vernichtet, so beginnt in der grossen Periode von 365 X 4
Jahren, von der 363. Tetraeteris ab, gegen Sutech der Kampf.
Wir werden diesen Angaben bei Besprechung der Götterreihe
der Excerpta Barbari begegnen.
Wichtiger als das besprochene Fragment ist für unseren
Zweck Fragment 1, auf dem wir eine Zusammenfassung der
1 Naville, Textes relatifs au mythe d’Horus. Brugsch, Abhandlungen der Gesellschaft
der Wissenschaften zu Göttingen, XIV, 173.
2 Cf. Lauth, Chronologie p. 29.