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Zira mermann.
Gott an dessen Stelle ein anderes, etwa statt ,der doppelten
umgekehrten Verhältniss der Weite ihrer Wirkungen' zum
Exempel ,das der umgekehrten dreifachen Verhältniss' hätte
wählen können. Da nun dergleichen Räume zu ,unserer' Welt
gar nicht gehören, sondern ,eigene' Welten ausmachen müssen,
und Gottes Werke die Grösse und Mannigfaltigkeit nicht hätten,
die sie haben könnten, wenn eine überhaupt mögliche Raumesart
unangebracht und durch eine ihr eigene Welt unausgefüllt
bliebe, so ist es so wenig wahrscheinlich, dass unsere dreidimensionale
Welt die einzige existirende sei, dass sieh vielmehr
als wahrscheinlich annehmen lässt, dass so vielerlei
Welten ,in recht metaphysischem Verstände' existiren, als überhaupt
mögliche verschiedene Raumesarten vorhanden sind.
Von einander würden diese ,zusammen' existirenden Welten
gänzlich unabhängig, und w r enn sie Bewohner hätten, würden
diese in jeder derselben so unfähig sein, sich von den Raumverhältnissen
der anderen eine adäquate Vorstellung zu bilden,
als wir es sind, einen Raum von mehr als den (uns geläufigen)
,drei Abmessungen' vorzustellen. Dies dürfte indess um so weniger
befremden, als analoge Folgerungen schon innerhalb der Grenzen
einer Welt von derselben durchgehends herrschenden Raumesart
zwischen Bewohnern verschiedener von einander entlegener
Partieen derselben ein treten können.
Letzteren nicht bloss möglichen, sondern so wahrscheinlichen
Fall, dass man ,sich, kaum entbrechen' könne, ihn gelten
zu lassen, entwickelte Kaut in der 1755 erschienenen ,Allgemeinen
Naturgeschichte und Theorie des Himmels'. Das ganze
unserer Betrachtung zugängliche Weltall, das die Anhänger des
Leibnitz’selien Optimismus für das einzig existirende halten,
ist ein in Betreff seiner Raumesart dreidimensionales, und
bildet als solches eine eigene Welt für sich, nebst welcher,
nach obiger Ausführung, unzählige andere, deren Raumesart
vier, fünf und mehr Abmessungen enthält, nicht nur möglicher-
sondern wahrscheinlicherweise existiren. Von dieser
unserer Welt aber ist ihrer Unermesslichkeit halber nur ein
aliquoter Thoil unserer menschlichen Beobachtung wirklich!
zugänglich, während der übrige, von dem seiner Entlegenheit
halber keine Kunde an unsere Sinne gelangt, nichtsdestoweniger
existirt. Das dreidimensionale Weltall zerfällt daher