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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 94. Band, (Jahrgang 1879)

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Kaltent>  runiier.

Nach  Schluss  des  Contextes  (,in  saecula  saeculorum  amen“)  kommt  der  Satz:
,haee  acta  privilegii  Joanni  tabellioni  scribenda  tradidimus  ad  memoriam  in
posterum  retinenda“  und  Zeugenankündigung  sammt  kurzer  Wiederholung  des
Datums.  Nach  den  Unterschriften  der  Zeugen,  die  Episcopi  Sanctae  Komanae
Ecclesiae,  Judices  u.  s.  w.  sind,  folgt  endlich  die  Unterschrift  des  Tabellio
Johannes.  —  Autenticirt  wurde  die  plumpe  Fälschung  im  Jahre  1305  durch
den  Notar  Jacobus  zu  Ferrara.
CCCLXXXVIII“.  Abgesehen  von  der  ungewöhnlichen  Fassung  der
Bulle  stimmt  die  Datirung:  Id.  Januar,  an.  Pont.  IX.  Ind.  IX.  a.  dom.  inc.  1069
nicht,  und  ist  auch  der  Titel  des  Datars:  Presbyter  Cardinalis  et  cancellarius
ac  Bibliothecarius  S.  A.  S.  nicht  nachweisbar.
CCCXO.  Die  offenkundige  Fälschung  hat  einerseits  Anklänge  an  die
Diplome  (so  die  Verbal-Iuvocation)  andererseits  an  die  Privaturkunden  (namentlich ­
  die  Setzung  des  ,hiezu  befohlenen 1  Schreibers  Rainerius  sacri  palatii
scriniarius  ac  notarius,  welcher  sich  allerdings  mit  diesem  Titel  in  zwei  echten
Bullen  Alexander  II.  nachweisen  lässt,  sowie  die  Datirung  innerhalb  des  Contextes). ­
  Auch  die  Unterschrift  Alexanders,  der  eine  Art  Notariatszeichen
vorangestellt  ist,  erscheint  unzulässig.  Sie  lautet:  ,Alexander  solius  dei  gratia
licet  indignus  S.  R.  et  A.  E.  episcopus 1  (Anklänge  an  Unterschriften  in  Bischofsurkunden). ­
  —  Das  Stück  ist  im  Florentiner  Cataloge  eingereiht  unter  den
Urkunden  des  Klosters  S.  Bartolomeo  di  Fiesoie.
CCCXO.  Ein  sonst  nicht  nachweisbarer  Datar  Chonon  Primusscriniarius,
  ferner  die  äusseren  Merkmale:  Datirungszeile  ganz  in  Majuskelschrift,
falsche  Devise  im  Orbiculus  und  der  alle  Farben  spielende  Wollfaden  für  die
(abgefallene?)  Bulle  lassen  das  Stück  als  Fälschung  erkennen.
CCCXCVIII 11 .  Die  Insertion  ist  meines  Wissens  zu  jener  Zeit  in  der
päbstlichen  Kanzlei  noch  nicht  in  Anwendung  gebracht.  Auch  lässt  sich  die
Datirung:  Perusiae.  a.  Pont.  II.  Oct.  3.  nicht  in  das  Itinerar  einpassen,  denn
1074  (a.  pont.  II.)  war  Gregor  den  ganzen  October  über  zu  Rom.  —  Einen
Schatten  von  Verdacht  wirft  dies  wol  auch  auf  das  bestätigte  Privilegium  Alexander ­
  II.  (J.  3496 b ).
CCCCIV“.  Das  Stück  hat  ungewöhnliche  Fassung,  eine  falsche  Devise
und  die  Unterschrift  des  Bonifacius  S.  R.  E.  cardinalis,  der  von  Jaffe  nur
i.  J.  1116  nachgewiesen  hat,  während  die  Datirung  1107  als  Jahr  der  Ausstellung ­
  hat.
CCCCVII».  Der  Orbiculus  hat  falsche  Devise  und  statt  der  Cardinäle
unterschreiben  neben  dem  ,Johannes  cancellarius  sacerdos 1  drei  Cardinales
sacerdotes.  —  genug,  um  das  Stück  zu  verwerfen.  Die  gleiche  Begünstigung
wurde  jedoch  einst  dem  Abte  dieses  Klosters  ertheilt  von  Johann  XV.  in
J.  2928.
CCCCIX a .  In  der  Datirung  erscheint  ein  Anselmus  S.  R.  E.  presbiter
et  cardinalis,  während  sämmtliche  Bullen  des  Honorius  II.  von  dem  Cardinaldiacon
  Aimericus  gegeben  sind.
CCCCIX 1 »,  Plumpe  Fälschung  mit  Schriftzügen  des  14.  Jahrhunderts.
Sogleich  nach  dem  Contexte  die  Datirung  ohne  Cancellarius  dagegen  mit
            
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